Mein Cannonball Raven Alto

Moin^2,

nachdem der Test meines Sequoias doch recht gut ankam, möchte ich nun auch einen Test meines Hauptinstrumentes, einem Cannonball Raven Alto, veröffentlichen. Cannonball ist eine noch recht junge amerikanische Saxophonfirma (Gründung 1996) die inzwischen auch Trompeten und Klarinetten herstellt. Wenn man die Modellreihen vergleicht erkennt man eine recht steile Lernkurve und die Saxophone der BigBell Stone Serie gehören ohne Frage in die Profiklasse.

Leider sind diese interessanten Hörner hierzulande noch nicht wirklich bekannt, da sie bisher von nur wenigen Händlern geführt werden (aufgrund einer sehr strenge Händlerpolitik von Cannonball), weshalb ich auch der Meinung war, dass sich ein Test hier rüber zu schreiben auch lohnt.

Preislich halten sich die Instrumente relativ im Rahmen (2200-2600€), da sie zum Großteil in Taiwan gefertigt werden und in den USA nur die Endeinstellungen gemacht werden. Zudem wirkt sich immer noch der recht günstige Dollar auf den Preis aus. Einen genauen Preis kann ich allerdings nicht nennen, da Cannonball untersagt, Preise im Internet zu veröffentlichen. Das hängt damit zusammen, dass Cannonball die kleinen Saxophonläden mit KnowHow und fachlicher Kompetenz unterstützen will und nicht ihre Instrumente über große Onlinemusikalienhändler verscherbeln möchte. Eigentlich eine sehr löbliche Einstellung, erschwert aber auch die Preisvergleichbarkeit und die Verfügbarkeit für den Kunden. Es bleibt einem nichts anderes über, als die Händler zu kontaktieren und deren Preise zu erfragen. Leider sind es in Deutschland nur eine Hand voll und nur www.saxtoys.de kann ich da bedenkenlos empfehlen.

Das in Taiwan inzwischen sehr gute Instrumente hergestellt werden, ist kein Geheimnis mehr. Oft kommen sehr fett klingende Saxophone, aus der Region. Vieles im preisgünstigen Mittelklassensegment (teilweise erstaunlich, wie gut ein 1500Euro Horn klingen kann) aber auch diverse Vertreter aus dem Highendsektor, wie z.B. die P.Mauriat Saxophone.

Ich finde man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass diese ganzen fett klingenden BigBellHörner eigentlich alle von den Cannonballsaxophonen abgekupfert sind. Die waren die ersten, die das wieder „neu“ eingeführt haben und auch sonst, haben die Taiwanesen so einiges von Cannonball übernommen. So verwunderlich ist das auch nicht. Zum einem haben die nichts zu verlieren und kopieren meist nur gutes, zum anderen kommen fast alle Hörner aus Taiwan aus ein und der selben Kleinstadt und werden teilweise in den gleichen Manufakturen hergestellt. Da ist es nicht verwunderlich, wenn man bei verschiedenen Taiwanmarken gleiche Bauteile findet.

Aber ich schweife ab, zurück zum Saxophon.

Der erste Eindruck den dieses Horn hinterlässt ist nicht von schlechten Eltern. Viele kleine und große ungewöhnliche – und für meinen Geschmack „coole“- Details, geben ein sehr imposantes Gesamtbild. Ich spiele mein Raven nun schon über einem Jahr, habe also auch eine gewisse Langzeiterfahrung. Ich bin persönlich immer noch begeistert, aber dennoch werde ich deshalb um so kritischer sein.

Nebenbei habe ich auch einen recht prominenten Genossen, was die Wahl des Saxophones angeht. Brandford Marsallis hat sich genau dieses Saxophon auch gekauft. Ja, gekauft! Die Cannonballendorser bekommen ihre Instrumente nicht geschenkt und werden auch nicht dafür bezahlt diese zu spielen.

Wer wissen möchte, wer sonst Cannonball sonst noch spielt oder allgemein über die Firma und Instrumente neugierig geworden ist findet viel interessantes auf der Homepage:
http://www.cannonballmusic.com/

Am besten Fange ich jetzt mal von Vorne an.
Alleine der ist Koffer ist ein Blickfang. Eine sehr edle wirkende Krokolederimmitatoptik mit goldfarbenen Beschlägen. Cannonball greift hier den Look der gefragten originalen Vintagekoffer wieder auf. Das Innenleben ist ähnlich elegant und aber auch funktional. Schwarzer Plüschsamt, sehr gut gepolstert, zwei S-Bögen Plätze (jawohl zwei, aber dazu später mehr). Jedoch ist der Koffer an sich schon sehr schwer und mit dem noch relativ schwerem Sax hat man das Gefühl, als würde man ein Tenor statt ein Alt mit sich rumtragen. Dazu kommt, dass es keine Möglichkeit gibt, den Koffer irgendwie zu schultern und die Verschlüsse hätten auch ein wenig hochwertiger sein können. Sehr gut finde ich jedoch, dass das Saxophon anders herum liegt, als bei sonstigen Koffern. Das Sax liegt vorne, bzw. oben, wenn man den Koffer hinstellt. Das hat den Vorteil, dass beim Absetzen des Koffers der Stoß deutlich besser gefedert wird.

Neben den üblichen Extras wie Mundstück, Putztuch, Gurt, Fettstift (alles mit CB-Logo) legt Cannonball noch eine recht praktische Mehrzwecktasche (auch mit CB-Logo) und ein T-Shirt mit bei (raten sie mal, was da drauf ist).

Das Mundstück möchte ich nochmal deutlich hervorheben. Dieses ist in der Tat unglaublich gut für ein beigelegtes Mundstück. Es avancierte sogar zu meinem Standartmundstück und mein Jody Jazz DV (ein 400Euro Mundstück) wanderte in die Schublade. Das Cannonballmundstück ist den Meyermundstücken sehr ähnlich nur aus Plastik und besser (zumindest deutlich besser als mein Meyer M7M).

Auch die Kappe ist bemerkenswert. Diese scheint unverbiegbar, ich konnte drauftreten, ohne, dass sie nachgab.

Ein weiteres besonderes Extra bei den Saxophonen der BigBell Stone Serie ist der zweite S-Bogen; beide je mit einem schicken schwarzem Samtbeutel. Der so genannte fat-neck ist versilbert und hat einen underslung Oktavmechanismus. Das Oktavloch zeigt hier nach unten. Auch das hebt das, das Sax optisch von der Konkurenz ab, aber so ganz ideal ist es nicht. Wenn man sein S-Bogen nicht putzt und einen starken Speichelfluß hat, kann es durchaus mal dazu führen, dass sich etwas Dreck um das Loch sammelt und so Wasser in dieses laufen kann und es etwas verstopft. Zum Klang komme ich später noch. Es Ranken sich auch noch Gerüchte über eine spezielles „customizing“ jedes S-Bogens. Angeblich werden die S-Bögen von Experten bearbeitet, so dass sie perfekt zum Saxophon passt. Angeblich kann durch bestimmtes schaben an der Innenseite des S-Bogens sogar einzelne Töne beeinflusst werden. Cannonball macht darum aber ein großes Geheimnis und es könnte durchaus ins Land der Mythen gehören. Leider sitzt mein normaler S-Bogen mit etwas spiel nach vorne und hinten.

Nun kommen wir zum Saxophon selber. Die herausstechenste Merkmale der BigBell Stone Serie sind wie der Name schon andeutet der besonders Große Becher und die Steine. Der Becher ist größer noch als die von Keilwerth und soll für einen breiteren/fetteren Sound sorgen, so wie bei den alten amerikanischen Hörnern wie dem King S20. Der große Becher bzw. der BigBell wurde dann schnell zu einem beliebten Designmerkmal bei der taiwanesischen Firmen. Entweder klingt er wirklich besonders gut oder es ist gerade „en vogue“ seine Saxophone mit großem Becher zu bauen (oft ist an beidem etwas dran).

Nachdem bei Cannonball in der Tat recht viel Ideenklau betrieben worden ist, waren sie bei der Idee mit den Steinen so clever sich diese Idee dieses Mal patentrechtlich schützen zu lassen. Statt der Perlmuteinlagen wie beim Rest der Konkurrenz verarbeitet Cannonball polierte Halbedelsteine für die Fingerauflagen. Sogar die Seitenklappen und Palmkeys sind damit besetzt. Meiner Meinung nach sorgt dieses für einen sehr ungewöhnliche aber schicke Optik des Saxophones. Zudem ist jeweils noch auf dem S-Bogen ein solcher Stein angebracht. Nach den Aussagen von Cannonball hat der Resonanzstein auf dem S-Bogen positive Klangauswirkungen und die die gesamten Steinauflagen sorgen auch für eine verbesserte Intonation. Meiner Erfahrung nach, kann an so etwas mehr dran sein, als man eigentlich für möglich hält. (Stichwort: Resonanzgewichte; wer hier mehr wissen möchte, dem Rate ich zu meinen Artikel über das Material und die Tuningprodukte).
Egal ob es nun anders klingt, es sieht sehr anders aus. Je nach Finish oder Sonderwünschen, kommen die Hörner mit unterschiedlichen Halbedelsteinen. Meines ist mit Spider Jaspis besetzt.

Das Raven ist nur eine spezielle Ausführung des Finish. Das Saxophon ist schwarz vernickelt und der Körper ist zudem noch Sandgestrahlt, wodurch eine interessante Mattoptik entsteht. Photos können dem Anblick leider nicht wirklich gerecht werden. Es sieht eher aus, wie eine elegante metallene Waffe als ein normales Musikinstrument. Ich falle mit diesem Instrument auf der Bühne deutlich mehr auf und werde auch öfter auf mein schickes Instrument angesprochen.

Tatsächlich sieht dieses Finish nicht nur gut aus, sondern klingt auch gut. Vernicklungen machen den Sound etwas zentrierter, direkter als unlackiert bietet aber mehr Strahl und Obertöne als lackiert. Zudem wird es nicht abblättern wie Lack und läuft nicht an wie Silber. Ich meine, dass Vernicklung (neben Vergoldung die um einiges teurer ist) eines der geschickteren Finishes ist.

Die Gravur auf dem Becher ist recht minimalistisch (die Vorgänger waren sehr überladen mit Gravuren, was bei vielen eher auf Ablehnung stieß), das stilisierte Cannonball Logo über dem ein Rabe thront (wenigstens keine Flamingos) an der Seite und vorne noch das BigBellStoneSeries logo mit modernen Mustern. Auch ungewöhnlich ist, dass es sich um eine Lasergravur handelt. Auf den S-Bögen und den Klappenschutzen gibt es weitere kleine Verzierungen, welche das schicke moderne Gesamtbild abrunden.

Ein weiteres Designmerkmal ist, dass das Logo sich nochmal in der Dreipunktstrebe zwischen Korpus und Becher zu finden ist.
Neu bei Cannonball ist auch die Gis-Klammer. Sie soll für mehr Stabilität der Mechanik des linken kleinen Fingers sorgen und das Cannonballlogo findet dort einen weiteren Platz auf dem Saxophon.Die Designwut im Detail geht sogar soweit, dass selbst der Herzschoner (dieser komische Propfen, den man statt des S-Bogens auf in das Sax steckt, wenn man es in den Koffer packt und welchen man ständig verlegt) aus Metall ist und im Design und Finish dem Saxophon angepasst ist.

Außerdem haben die Klappen für die tiefen Töne (B, H und C) wie bei Yanagisawa Doppelarme, die verhindern sollen, dass sich die Klappen mit der Zeit leicht verbiegen und nicht mehr decken.

Daumenauflage und Haken sind aus Metall und der Oktavhebel ist ergonomisch geformt.

All diese Extras erhöhen zusätzlich das Gewicht dieses sehr soliden Saxophones.

Cannonball wirbt mit „japan brass“ für ihre Mechanik; was immer das heißen mag, aber diese macht einen sehr stabilen und harten Eindruck, und ich hatte noch keine Problem mit einer verzogenen Mechanik, die nachgestellt werden mußte.

Die Mechanik ist wie heute üblich mit vorgefertigten Platten aufgelötet (ripped construction)

Merkwürdig ist allerdings, dass die Seitenklappen (b,c,e) zwei Stege mit Kork haben (zum Einstellung des Klappenaufganges). Dies ist doppelt gemoppelt und da der eine Steg in der Luft steht sogar sinnlos.

Warum die die rechte Kleinfingermechanik über zwei Säulen und nicht wie üblich über eine verläuft bleibt auch unklar.

Löblich ist die Idee, dass man die Rechtehandkopplungen durch Schrauben einstellen kann. Allerdings ist das andere Ende nicht abgeflacht genug, weshalb sich alle die kleinen Einstellschrauben in den Kork bohren. Zudem sind die Schrauben vom Material her zu weich und der Schlitz ist bei zwei schrauben von mir nicht mehr zu gebrauchen; d.h. Die Schraube steckt fest.
Auch eigentlich ein guter Gedanke ist eine kleine extra Feder, die das öffnen der Gis-Klappe begünstigt. Leider schafft sie es nicht, immer ein klebendes Gis zu verhindern aber ich habe das Gefühl, dass ich dieses Problem doch sehr selten auf dem Cannonball habe.

Die Polster sind italienische Lederpolter mit genieteten Metallresonatoren. Auch hier hatte ich eine unschöne Erfahrung gemacht. Zwei der Poster fielen einfach raus. Cannonball hat mir bestätigt, dass es eine Serie gab, bei der die taiwanesischen Arbeiter zu wenig Klebstoff (Schellack) verwendet haben und dass das nicht mehr vorkommt.

Die Haptik ist im großen und ganzen wie gewohnt, also auch ein Nachfahre der Mk VI Mechanik. Ich kenne aber auch ein paar Spieler, die sich nicht so wohl damit fühlten. Die Federspannung war original sehr weich eingestellt und nicht wirklich komplett gleich. Nachdem ich es von einem Profi für meine Verhältnisse einstellen habe lassen, habe ich fast rund um zufrieden. Jedoch sind wie gesagt auch die Seitenklappen und die Palmkeys mit Steinen besetzt. Zwar sieht dies wirklich schick aus, doch bei wilden technischem Gefudel, bei dem man oft über diese Tasten gleiten muß, wäre eine glatte Oberfläche ohne Kanten manchmal angenehmer.

In dem ganzen Jahr hatte ich keinerlei Intonationsprobleme an denen das Horn schuld gewesen wäre. Aber eigentlich gibt es heutzutage bei der Intonation der aktuellen Profihörner, sofern sie gut eingestellt sind, keine wirklichen Mängel mehr.

Der Blaswiederstand ist relativ schwer, also dürfte vielleicht weniger geeignet sein für Klassiker die ein Tiefes B auch im leisesten piano spielen wollen. Dafür ist das Saxophon auch sehr laut. Selbst über das ff hinaus hat man nicht das Gefühl, als würde der Ton wegbrechen. Mit einem kleinkammrigen Mundstück mit großer Stufe kann man sogar E-Gitarristen das Fürchten lehren. Auch das Altissimo spricht ohne Probleme sehr gut an. 4 Oktaven sind durchaus möglich.

Aber wie klingt nun das Saxophon, dass so schwer ist wie Tenor, Resonazsteine, den großen Becher hat und zwei S-Bögen hat, vernickelt und sandgestrahlt ist? Ich sage fantastisch, sonst würde ich es ja auch nicht spielen.

Der Sound ist sehr fett und breit hat deutliche Tiefen aber dennoch auch eine ausgeprägte Brillianz, nicht ganz so kernig aber doch mit einem deutlich ausgeprägtem eigenem Charakter. Stilistisch würde ich sagen, dass es etwas in die poppigere Richtung tendiert. Meiner Ansicht nach, eine sehr gelungene Fusion vom Sound der neuen strahlenden Saxophonen und den begehrten alten amerikanischen Vintages. Die S-Bögen unterscheiden sich auch nochmal recht deutlich. Während der normale vernickelte S-Bogen eher etwas dunkler, zentrierter und kerniger klingt, so tönt der fat-neck – wie seinem Namen nach – breiter und etwas heller.

Als ich mein Raven noch frisch zum testen hatte und ich es zum ersten mal meinem Mentor vorspielte sagte dieser sofort: „Mit diesem Horn klingst du jetzt schon voller, als du mit deinem Selmer je könntest. Du solltest es kaufen.“

So, nun das Fazit meines doch sehr ausschweifenden Testes. Das Cannonball BigBell Stone Series Raven ist ein wirklich attraktives Saxophon; neben dem sehr gelungenen und innovativem Look überzeugt es vorallem durch seinen großen eigenen Klang. Man merkt den Entwicklern eine Liebe zum Detail an. Die Qualität, Verarbeitung und Endeinstellung sind im ganzen sehr gut, doch leider fehlt es, wie eigentlich bei allen Taiwanesen noch in der Qualität im Detail. So reicht es im Technischem Standpunkt noch nicht ganz an die „großen Vier“ – und schon gar nicht an die Japaner –(wobei ich allerdings auch sagen muß, dass ich von Selmer schon ganz anderes gesehen habe), stellt dafür aber klanglich andere Profihörner durchaus in den Schatten.

9 Gedanken zu „Mein Cannonball Raven Alto


  1. Das Alto sieht ziemlich scharf aus!
    Gefällt mir gut und sogar zwei Bögen zum Wechseln.

    Welchen spielst Du denn hauptsächlich, oder wechselst Du ab und an?


  2. Hauptsächlich benutze ich den FatNeck. Ich suche einen sehr breiten Altosound, und da kommt es mir sehr gelegen. Ich spiele recht wenig Rockmucken, weshalb ich nicht so das b
    Bedürfnis habe, ständig zu wechseln.


  3. Hallo und einen schönen Tag!

    Ich bin sogerade hocherfreut auf diesen fantastischen Blog gestoßen und habe mich aus persönlichem Interesse erst einmal auf diesen Test gestürzt. Ich spiele Tenorsax, derzeit auf einem Yamha YTS-475 und spiele schon länger mit dem Gedanken mal auf ein Profiklasse-Instrument anzulegen.
    Ich bin vormals eher zufällig auf die Cannonballs gestoßen. Ich wollte mich mit der einseitigen Selmer-Begeisterung nicht abspeisen lassen (übrigens auch ein schöner Artikel 😉 ) und zunächst hat mich schlicht der Look fasziniert.

    Auf der letzten Musikmesse in Frankfurt hab ich das Ding dann aber auch angespielt (ebenfalls Raven-lackiert mit Fat-Neck, nur eben das Tenor) und muss sagen, dass sich meine, wenn auch begrenzten, Anspielerfahrungen mit den deinen decken: Gewaltige Projektion, der nur das eigene Lungenvolumen die Obergrenze ist und fetter Sound. Das Handling der Palmkeys fand ich übrigens ganz toll. Das mag an meinen Spinnenfingern liegen, die sich bei den höheren Steinen nicht ganz so flach biegen müssen.
    Was mir ebenfalls aufgefallen ist, dass mir der Klang im Vergleich (zu Selmer oder Mauriat bspw.) wesentlich direkter schien. Also weniger „Muff“ und direktere Reaktion auf den eigenen Ansatz etc.
    Leider ist der Blaswiderstand wirklich hoch. Zu Beginn hatte ich da echte Schwierigkeiten, zumal ich derzeit für ein Blasorchester auf recht schweren Blättern spiele, um dem Yamaha etwas mehr Fülle und „Dunkelheit“ zu entlocken.

    Für mich werden die Hörner aber definitiv zur engeren Auswahl gehören, wenn´s dann mal irgendwann soweit ist. Und es zeigt noch einmal mit Nachdruck: Es gibt Alternativen! 😉

    Schönen Gruß, Gabriel

    P.S.: Keep up the good Work. Ein Leser mehr *thumbsup*


  4. Hi,
    sehr schöner Test,
    ich habe allerdings auch eine, ach nein gleich 2, Fragen:

    1. Ist das Sax eher für größere oder kleinere Hände geeignet, denn ich habe schon ungewöhnlich große Hände und bin noch im Wachstum. (hat Cannonball allgemein eher eine Tendenz zu einem von beiden?)

    2. Hast du auch mal das Bari getestet, denn ich überlege mir ein Raven Bari oder ein Sequoia zu holen, allerdings müsste ich bis zum CB-Händler 2 1/2 h fahren, zum Sequoia nur 1/2.

    MfG Lemon


    • Solche Monsterpranken kann eigentlich keiner haben, dass er auf normalen Saxophonen nicht spielen kann! Der Rest ist Gewöhnung und es gibt noch Palmkeyrisers.
      Nun, die RavenBaris dürften sehr gut sein, die Vernicklung müßte für viel Kern beim Barisound sorgen, sehr gute Sache. Allerdings zahlste fürs Cannonball Bari min. 1000 Euro mehr und ich bin mit meinem SequoiaBari unendlich glücklich.


      • „Solche Monsterpranken kann eigentlich keiner haben, dass er auf normalen Saxophonen nicht spielen kann!“
        Auf einem Yana wirds für mich schon leicht unangenehm…

        Nahc ein bischen Preisforschung ist herausgekommen, dass die Cannonball Baris um EINIGES aus meinem Budget fallen ( es sind weit mehr als 1000e), für den Preis kriegt man schon Baris der großen 4.

        Also wirds auf ein Sequoia hinauslauefn.
        Eine Frage hätte ich allerdings noch:

        Wie bist du an ein Seuqoia Lemon Bari rangekommen?
        Denn das wird nicht gebaut, ich habe Marcell gefragt.
        Die Lemons bestehen aus einer anderen Legierung als das Lackierte, als ist ein entlacktes Sequoia nicht gleich ein Lemon. Das nur dazu 😀

        Du kannst mir gerne eine e-mail schreiben, dann eine Diskussion über Baris gehört hier glaube ich nicht ganz hin 😀 und ich will kein Chaos in deinem tollen Blog verursachen.

        MfG Lemon


  5. Seit ein paar Tagen bin ich stolzer Besitzer eines A5 BiceB . Habe lang rumgesucht, ausprobiert, verglichen. Verglichen mit Topmarken wie Yamaha, Yanagisama, Selmer etc. Als ich Das Sax das erste mal beim Händler und Saxdoc meines Vertrauens in der Hand hielt, war ich von der ersten Sekunde Feuer und Flamme für das Teil. Für meine Begriffe ist da ein grossartiges, nicht zu vergleichendes Teil gelungen. Bemerkenswert, wie schön es sich an die Hand schmiegt, man eins wird mit dem Teil. Wohl aber muss ich bemerken, dass die anderen Topgeräte alle für sich selbst etwas einzigartiges sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.