Musikmesse 2012 – ein persönlicher Bericht

Jetzt war ich zum 4. mal auf der Musikmesse, allerdings war es dieses mal etwas besonderes für, denn ich war nicht nur als Besucher vor Ort sondern für Forestone als Aussteller. Dadurch hat sich auch die Perspektive verändert.
Wen das geschehen auf der Musikmesse interessiert, sollte einen Blick in meinen Messeliveticker werfen.

Natürlich bin ich wieder durch die Bläserhalle gestapft auf der Suche nach allem neuen und habe alles interessante angespielt. (Jaja, ich bin schon am schreiben des Artikels über die Messeneuheiten). Auch sonst gab es viel interessantes zu sehen und hören, wie z.B. die größte Geige der Welt. Und obwohl ich dieses mal alle 4 Tage dort war, reichte die Zeit wieder nicht, um die ganze Messe zusehen, da ich die meiste Zeit am Stand von Forestone tätig war.

Das Highlight bei uns war der neue „unflied“ Cut von Forestone für Alt- und Tenorsaxophon. Während die alten „filed“ Blätter eher klassisch waren – rund, weich, homogen, eher dunkel – ist der neue Cut eher Jazzig, mit mehr Punch, Charakter, Lautstärke. Das liegt unter anderem auch dem neu entwickelten Oberflächenbehandlung. Desweiteren gab es auch noch ein überarbeitetes Klarinettenblatt.
Daneben hatten wir auch die neuen Kunststoffblätter von Gottsu aus Carbon, die eher einen obertonreichen Klang produzieren sowie dessen fantastische Mundstücke.
Von B.AIR präsentierten wir den Swing-Chip, das Nanoliquid sowie den Bird-Strap (den ich für einen der besten Gurte auf dem Markt halte) in allen möglichen (und unmöglichen) Ausführungen.
Außerdem konnte man die Prototypen des Z1 Tenorsaxophons und Z1 Mundstücke bestaunen.
Nicht zu letzt gab es noch die von mir mitgestalteten T-Shirts.
Ein ausführlicher Test dieser Produkte folgt noch.

Dementsprechend war natürlich unser Stand immer sehr frequentiert. Die Leute testeten, hörten und ließen sich beraten. Fast alle Besucher, die die Blätter anspielten, haben die Blätter auch gleich mitgenommen, was, wie ich finde, sehr für das Produkt spricht. Aber so habe ich auch viele nette neue Leute kennen gelernt. Darunter auch echte Berühmtheiten in der Szene wie Greg Fishman, Francois Louis, Jody Espina oder David Beecroft.
Witzigerweise haben mich auch recht viele auf der Messe mich von meinem Blog erkannt und angesprochen. (Kaum zu glauben, aber es scheint, als würde ich langsam berühmt)
Wenn mal etwas Zeit war, haben wir auch demonstriert, wie die Blätter klingen können. Mal jazzig mit Gitarrenduo, mal klassisch im Quartett oder mal nerdig mit dem Supermario-Theme im Trio (passte aber sehr gut zum japanischem Stand und kam tatsächlich am besten an). Es hat echt Spaß gemacht, mit dem Team zu spielen. Besonders beeinduckt hat mich der Forestone Endorser Genzu Okabe, ein Japaner, der in Italien klassisches Saxophon studierte und nun Jazz in Holland studiert. Von dem wird man garantiert noch so einiges hören.

Auf die Ohren gab es aber ständig etwas. Die Lärmschutzgrenze von 75 wurde so gut wie nirgendwo eingehalten (nicht mal auf den Toiletten). Die Dauerbeschallung zerrte an den Nerven und das Ständige stehen und laufen ging auf die Hacken. Weshalb man Abends fast nur noch auf die Couch fallen konnte und man nur wenig vom Frankfurter Nachtleben hatte. Das machte aber nicht, da man die Zeit für gesellige Abende in gemütlicher Runde nutzte.
Das war eines der Dinge, die mir dieses Jahr an der Musikmesse am meisten Spaß machte, dass mit den Chefs von den japanischen Firmen zusammen arbeiten bzw. kennen lernen konnte. Wir haben uns in Frankfurt sogar ein Ferienappartement geteilt. Leider konnte von den 5 Japanern nur einer Englisch, weshalb die Kommunikation etwas umständlich war. Aber so hatte ich mal Gelegenheit, meine 50 Wörter Japanisch zu gebrauchen.

Generell war die Musikmesse von einem Sprachgemisch geprägt: Englisch, Deutsch, Japanisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Polnisch, Französisch und sogar Holländisch. Das machte zwar auch tierischen Spaß aber oft fühlte man sich doch eher lost in translation.

Aber nicht umsonst ist die Musikmesse die größte und internationalste weltweit ihrer Art.
Also die perfekte Umgebung viele neue Bekanntschaften, Freundschaften, Geschäftsbeziehungen und Connections zu machen und die Alten zu pflegen. Es hat mich sehr gefreut Orfeo Borgani, Markus Zaja, Benedikt Eppelsheim, Friso Heidinga, Marcel Jansen und viele andere wieder zu sehen und ein kleinen Schnack mit ihnen abzuhalten.

Daher möchte ich mich bei allen aus dem Forestone-, B.AIR- und Gottsu-Team, den anderen Austellern, den Besuchern, neuen und alten Freunden für diese tolle Musikmesse 2012 bedanken.

http://www.forestone-japan.com/

http://www.b-air.jp/

http://gottsu.shop-pro.jp/

4 Gedanken zu „Musikmesse 2012 – ein persönlicher Bericht


    • Doch, min. über 60% der Zeit war ich da. Normalerweise schaffe ich die Bläserhalle unter einem Tag, dieses mal brauchte ich fast 3 Tage dafür. An deine Aufenthaltsstatistik kommt aber keine ran.

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