Es muß ja nicht immer Jazz sein…

Die meisten Saxophonisten denken bei „Session“ sofort an Bebop. Und so wird dann meist viel genudelt und gegniedelt. Wenn mal ein knackiger E-Bass dabei ist wird dann auch mal die Acid-Jazz- und Funk-Richtung bedient. Aber es geht auch anders.
In meiner Bremer Hood (Findorff) gibt es einmal pro Monat eine Acoustic-Session in der Orange. Das Klientel und die Musikbandbreite darf man aus Sicht eines Jungen Musikstudenten als „sympathisch urig“ bezeichnen. Anspruchsvolle Singer und Songwriter, Lagerfeuermusik, Blues, Evergreens, Oldtimejazz und dergleichen. Also eigentlich nichts, was die meisten Jazzstudenten reizt, denn hier trifft man nicht auf Chromatic Approches und Tritonussubstitutionen. Macht aber dennoch(/deswegen) eine Menge Spaß. Auch wenn ich (mit merklichem Abstand) meist der jüngste bin, fühle ich mich in der sehr gemütlichen Atmosphäre immer sehr wohl.
Im Rahmen einer Hausaufgabe eines Medienstudienganges entstand diese kleine Reportage (in der ich sogar kurz vorkomme), die ich aus werbetechnischen Gründen für die Acoustic-Session in der Orange hier gerne posten möchte.

Mehr Infos gibt auf der Homepage der Acoustic-Session:
http://www.acoustic-session-bremen.de/

 

 

4 Gedanken zu „Es muß ja nicht immer Jazz sein…


  1. na ja…so ganz ohne Gage finde ich das nicht ganz in Ordnung.
    Ich hoffe das die Musiker dort zumindest verköstigt werden. Ich habe leider eine kleine Aversie gegen solche „Darf nix kosten“ Veranstaltungen und damit meine ich nicht das der Musiker eine geldgeile Sau ist, sondern das er für seine „Arbeit“ auch einen Obulus bekommen sollte. Der muss nicht groß sein, es geht da mehr um die Geste. Denn sehr leicht bekommen solche Projekte dann einen leichten Beigeschmack. Denn jeder Wirt hätte das gerne – das ihm die Musiker umsonst die Bude vollmachen.
    Ich selber spiele an solchen Projekten gerne mit, aber nur wenn :
    1. der Wirt die Musiker in irgendeiner Form teilhaben lässt
    2. oder der Erlös des Abends (Eintritt + Verzehr) guten Zwecken zugute kommt.

    Gruß aus der Eifel


    • Also, du mußt unterscheiden zwischen Session, Mucke und Konzert.
      In der Session treffen sich Musiker um Musik zu machen, vorallem für sich selber. Hier wird experimentiert und kein Produkt abgeliefert.
      Eine Mucke ist Musik gegen Geld, keine Kunst!
      Beim Konzert präsentiert der Künstler seine Musik.
      Es ist eher unüblich, dass Musiker für Session bezahlt werden, dafür aber Freigetränke.
      Allerdings halte ich nichts von einer Gestengage.
      Bei Mucken und Auftritten, wo der Musiker einer Leistung erbringt, muß er dementsprechend bezahlt werden, da gute Musiker davon u.a. leben.

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