Immer und und überall in der Saxophonistenszene fällt zwangsläufig in einer Diskussion das Mark VI. Es scheint omnipräsent zu sein und es geht mir zunehmend auf die Nerven. Deshalb möchte ich heute mal in diesem Thema aufräumen. Ich werde über ganz rationale Gründe über den Erfolg des Mark VI reden, diverse Gedanken über verschiedene Aspekte des Mythos verlieren und mich mit der Krux dieser übertriebenen Glorifizierung befassen.
Wenn man Saxophonisten nach dem „besten Saxophon fragt“ kommt sehr oft die Antwort „Mark VI“. Verwunderlich ist dann aber, dass alle Saxophonisten (Jazz) ganz individuell klingen wollen und die gängige Meinung über das Equipment ist, dass es eine ganz individuelle Sache sei und es bei keinem gleich zusammen passt.
Also jeder Saxophonist muß sein Equipment finden und alle klingen sie auf ihren Mark VI total unterschiedlich und individuell?
Zuerst muß ich hier aber auch sagen, dass selbst heutzutage die meisten Mark VI doch ganz gute Hörner sind, einige von ihnen sogar fantastisch; aber die besten? Ich meine; bei weitem nicht.
Aber wie kam es zu diesem gigantischem Erfolg und auch dem Mythos?
Ich glaube, da muß man wahrscheinlich im Jahre 1954 anfangen, dem Jahr an dem das Mark VI herauskam. Selmer war schon vorher bekannt und hat wie heute sehr gute Saxophone für den Professionellen Bereich gebaut, die sich sowohl für Klassik wie Jazz eigneten. Jedoch war das Mark VI damals eine kleine Revolution. Es hatte damals mit Abstand die beste Mechanik. Klanglich spielte es auch ganz oben mit, wobei man aber ganz klar sagen muß, dass es zu der Zeit auch sehr gut klingende amerikanische Hörner gab (hier möchte ich z.B. das legendäre King S20 (Parker und Cannonball spielten es) erwähnen, welches mich persönlich vom Klang mehr anspricht).
Nun war aber noch in der frühen Nachkriegszeit die europäische Wirtschaft noch nicht so stark wie die Amerikanische, weshalb der Dollar deutlich mehr wert war als die französische Währung, wodurch das Mark VI auf dem amerikanischen Markt unschlagbar billig wurde.
Guter Klang, fantastische Mechanik und dazu ein unschlagbarer Preis; logisch, dass die ganzen Jazzer, die nie wirklich im Ruf standen, besonders vermögend zu sein, scharenweise auf das Mark VI gestiegen sind.
Da auch die Größen der Szene nun Mark VI spielten, wollte natürlich ihre Nachahmer, die genauso klingen möchten, auch alle ein Mark VI (das gilt auch heute noch so), vergessen dabei aber oft, dass für den Klang der Jazzlegenden wahrscheinlich eher deren jahrelanges Üben und Spielen verantwortlich sind, gefolgt von ihrer anatomischen Gegebenheiten und Blatt und Mundstück dürften auch noch ihr übriges dazu getan haben.
Wie dem auch sei, das Mark VI wurde damals zum Verkaufsschlager und wurde auch lange produziert. Teilweise wurden aufgrund der Nachfrage die Saxophone in die USA nur in Teilen endgefertigt, wodurch es zu den USA Lack und Gravierungen kam. Die restlichen amerikanischen Saxfirmen konnten damit nicht mithalten und machten Reihenweise ihre Produktionen dicht. Sehr schade. Und auch in Frankreich und dem Rest Europas hatten Konkurenzfirmen wenig Erfolg. Der Markt wurde recht einseitig und lange gab es kaum wirkliche Alternativen. Die Amis waren weg, die Japaner noch nicht da oder fertigten nur noch auf Schülerniveau und Taiwan kam erst jetzt vor kurzem richtig auf den Markt mit brauchbaren Saxophonen. Einzig Keilwerth schien sich halten zu können.
Also auch kein Wunder, dass zeitweise fast alle Profis Selmer spielten.
Das Mark VI wurde dann von dem zu unrecht ungeliebten Mark VII abgelöst. Es war nicht wirklich besser, aber auf keinen Fall schlechter, nur moderner. Dabei waren die frühen Mark VII den späten Mark VI sehr ähnlich. Da es die hohen Erwartungen an den Mark VI Nachfolger nicht gerecht werden konnten, viel es in Ungnade bei der Saxgemeinde (die Mark VII sind immer noch underpriced). Selbst heute muß sich Selmer immer wieder anhören, dass ihre neuen Hörner alle schlechter als das Mark VI seien.
Ein weiterer Grund für die heutige Beliebtheit, den ich persönlich gut nachvollziehen kann, ist dessen einmalige Verbindung von einem Vintageklang mit einer modernen Mechanik.
Tatsächlich ist das Mark VI der Prototyp der heutigen Hörner. Die Mechanik wurde zum Standard und auch das Klangideal orientierte sich sehr am französischen eher schlanken Ton mit dem leichten Näseln. Die Japaner kopierten anfangs ausschließlich Selmer. Sehr schade um den breiten fetten Sound der Amihörner. Dies ist meiner Ansicht nach, auch ein Grund für den blühenden Vintagemarkt, weil es tatsächlich lange nichts mit dieser schönen Klangrichtung gab und man zwangsläufig auf die alten Geräte zurückgreifen mußte.
Aber nicht nur die Asiaten kopierten. Es gibt auf dem Markt unendlich viele Hörner, die Mark VI Kopien sein sollen. Als die besten gelten das Yamaha 62, das Selmer USA Omega, B&S Medusa, P.Mauriat System 76, Brancher und sogar Selmer kopiert sich mit dem Reference 54 selber.
Der vergleich mit dem Mark VI ist auch bei der Bewertung eines Saxes quasi obligatorisch. Je „Mark sexier“ etwas ist, desto besser.
Aber nach der Mark VI Fangemeinde erreicht keines von denen die Klasse, Charakter, Seele (oder was auch immer) die des Originales. Viele meinen wirklich, dass mit dem Mark VI die Entwicklung des Saxophones abgeschlossen sei und danach die neuen Instrumente immer nur schlechter geworden sind. Ich denke hier sogar schon eine Art kleinen Fanatismus zu erkennen.
Zudem verwundert es mich, das keines der genannten Hörner wirklich ähnlich klingt, was mich mal zwangsläufiger zu der an sich einfachen Frage führte: „Wie klingt ein Mark VI denn nun eigentlich?“
Merkwürdigerweise bekommt man darauf sehr verschiedene Antworten und die Mark VI Spieler loben recht unterschiedliche Vorzüge ihres Horns. Von kräftig und hell über straight und kernig sowie charakteristisch und breit bis hin zu weich und dunkel.
Kann es vielleicht sein, dass es gar keinen einen Mark VI Sound gibt?
Wie kommt das? Dafür gibt es einige Erklärungen die eigentlich sogar auf Hand liegen.
Zunächst hat Selmer selbst heute noch ein kleines Problem mit der Produktionskonsistenz. Die Saxophone fallen trotz gleichen Modelles oft sehr unterschiedlich aus. Das war früher bestimmt nicht besser.
Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass die Instrumente schon alt sind. Ein Instrument verändert sich durch die Abnutzung, jede Generalüberholung. Andere Polster, andere Resonatoren und dann vielleicht noch neulackiert; schon hat man ein ganz anders klingendes Saxophon.
Ich muß zugeben, dass ich nicht der Mark VI Fachman bin, und vielleicht nur etwas über 15 Mark VI angespielt habe, jedoch waren die alle immer sehr verschieden, selten entsprachen sie ihrem Ruf und nur eines hatte mich vom Klang wirklich umgehauen, welches aber deutliche Intonationsprobleme hatte.
Ein weiterer Hauptgrund für dieses Klangspektrum liegt auch im langem Zeitraum, in dem es gebaut worden ist. In über 20 Jahren wurde das Mark VI nicht konstant gleich gebaut. Das Mark VI gab es ja sowieso in verschiedenen Varianten – mit oder ohne Hoch Fis, Altos mit Tief A, europäische oder amerikanische Variante, ich habe sogar eines im originalem lila Lack angespielt – sondern es wurden auch viele bautechnische Details verändert, Knie, S-Bögen, Mensuren, Material. Eine der kuriosten Legenden, die mir dazu zu Ohren kamen, war, dass man ursprünglich als Material Metall aus wieder eingeschmolzenen Kanonrohren aus dem zweiten Weltkrieg genommen hat (daher wahrscheinlich auch der bombastische Sound). Nachdem dieses Metall verbraucht war, wurden die Mark VI schlechter.
Aufgrund dieser baulichen Unterschiede kommt das Gerede über die Seriennummern zustande; dass es bestimmte Reihen gibt, die besonders gut seien. Aber die wenigsten kennen sich bei diesem Thema wirklich aus, zudem ist das oft eine Geschmacksfrage, was den nun besser klingt und zuletzt halte ich das wegen der Selmer naturellen Fertigungsschwankung und dem Zahn der Zeit für überhaupt nicht aussagekräftig.
So etwas ist dann nur wichtig, für die Sammler. Das sind auch die, die die Preise so hoch treiben. Persönlich finde ich, dass der gezahlte Preis in keiner Relation zu spielerischen Aspekten steht. Das Mark VI ist nicht so teuer, weil es so gut ist, sondern so gefragt.
Seriennummern, die angeblich besonders gut sind, erzielen hohe Preise. Begehrt sind die „5-digit“ (also nur fünfstellige Seriennummer). Ich bin überzeugt, dass hat nichts damit zu tun, dass die besser sind, sondern nur seltener. Aber da jetzt viele jetzt ein 5-digit Horn haben, ist das auch nicht mehr „hip“. Der neue Trend geht zum Selmer SBA. Die sind noch seltener.
Und was den Markt angeht; habt ihr euch noch nie gefragt, warum so viele Mark VI zum verkauf stehen, wenn es doch das beste Horn ist? Deshalb solltet ihr immer fragen, wenn euch eines angeboten wird, wer denn gestorben ist. Wenn die Antwort lautet: „Der Opa, der hat noch mit Miles und Coltrane auf der Bühne gestanden“ ist das ein Zeichen für ein gutes Saxophon, wenn die Antwort hingegen „Keiner“ ist, sollte euch das zu denken geben, warum dieses Sax eigentlich verkauft wird. Und seid gewarnt, viele Ebay Dachbodenfunde sind in Wahrheit nur Kellerausmistungen.
Viele Fans führen gerne an, dass auch heute noch die meisten Profis Mark VI spielen.
Die angehenden Jazzgöttern waren auch nicht vor dieser Selmerindoktrinierung gefeit. An den Musikhochschulen spielten die Dozenten und Lehrer die Teile und so dann auch die Studenten und wie bereits oben erwähnt, gab es lange Zeit auch nicht wirklich viele Alternativen.
Von Maceo Parker gibt es eine Aussage (in einer Sonic Ausgabe), wie er denn zu seinem Mark VI gekommen ist. Sinngemäß: „Damals spielten alle meine Vorbilder ein Mark VI. Ich dachte mir, wenn die das spielen ist das Horn auch gut genug für mich“.
Und warum sollten diese Leute nach 20 Jahren, nachdem sie sich auf diesem ihrem Horn eingespielt haben, jede Eigenart kenne und darauf ihren Sound entwickelt haben, wechseln, auf ein Horn, dass vielleicht objektiv etwas besser klingt und besser Intoniert, wenn sie dann nochmal 5 Jahre brauchen um sich so darauf einzuspielen, damit sie wieder auf ihren heutigen Stand kommen?
Zudem häufen sich Beispiele von jüngeren Profis die von ihren Mark VI auf die modernen Hörner der nächsten Generation wechseln. Wie oft da nun ein Endorsementvertrag mit Yamaha oder P.Mauriat dahinter steckt, wollen wir uns gar nicht fragen.
Vielen Mark VI Fans wird vieles was hier steht wahrscheinlich sehr aufstoßen, dabei ist es gar nicht meine Absicht, das an sich immer noch gute Horn irgendwie schlecht zu reden. Ich wollte nur einmal mit dem größten Mist, der darüber erzählt wird aufräumen, und ich hoffe, dass so manch ein Neuling in dieser Thematik ein etwas realistischeres Bild oder zumindest mal eine Gegenposition bekommen hat.
hey
sehr schöne knappe abhandlung!
danke und gruß aus hannover – jürgen
Hallo,
im großen und ganzen muss ich zu diesem Thema Mark VI zustimmen, aber speziell dieses Saxophones liegt nun mal am besten in der Hand, hat die flüssigste Mechanik und ist bisher das beste, was ich spielen konnte. (Ja, ich gehe immer zur Musikmesse und ärgere mich über die neuen unbrauchbaren Kannen!)
Moderne Hörner wie P.Mauriat, System 54 und wie die sich alle nennen sind für mich Schrott, da kaum Wertbeständig und Intonation ist auch nicht das gelbe vom Ei. Zudem tauchen bei jedem !!! (siehe Sonic Fachzeitschrift!) Saxophon die selben Schwächen auf, weil ja alle denselben Korpus + Tonlochnetz haben.
Ein ganz wichtiger Punkt ist bei Fernost Saxophonen (ausgenommen Yanagisawa + Yamaha), das hier billige My Pad Pisoni Polster mit Heißkleber eingebaut werden, wo wir Europäer nur noch schaudern müssen, denn bei echten Profi Saxophonen nimmt man gute Polster und klebt diese mit Shellack oder Siegellack ein.
Auch die Mechanik finde ich bei den Fernost Hupen echt grauenhaft.
Ich gebe meinen Schülern & Interessenten von Saxophonen einen guten Geheimtip: Kauft ein Selmer SA 80, denn das klingt gut, ist billig und kein Taiwan Schrott.
Am besten das, was am meisten Beulen & Abnutzungspuren hat, denn wer auf Optik Wert legt, der soll sich lieber den Taiwan Einheits Mist holen.
Wer mit mir kommunizieren möchte….kein Problem : SMG@gmxpro.net
Dann kann ich Euch mal wirklich erzählen, was man spielen kann und was nicht.
Und noch was………..es gibt den Spruch: “Ich habe nicht genug Geld, um billig zu kaufen”
Da ist was wahres dran, denn einmal in was gescheites investiert spart viel Kohle……….besonders bei Saxophonen.
Es stimmt, ein großer Vorteil der Mk6 ist die Wertebeständigkeit, gilt aber auch für viele andere Vintages und der Wiederverkaufswert spielt wenn ich mir ein Saxophon kaufe, von dem ich weiß, dass ich es mehr als nur 2 Jahre spiele, nicht wirklich eine Rolle. Neue Hörner verlieren mit dem Kauf schlagartig an wert, aber er gibt ja auch einen kleinen Markt professioneller Youngtimer.
Die Mechanik des Mk6 war und ist teilweise noch genial. Deshalb wurde sie ja auch kopiert. Da fast alle modernen Hörner eigentlich eine kopierte Mk6 Mechanik haben, würde ich das nicht so eng sehen und vieles ist Gewöhnungssache. Bird hat auf allem möglichen Schrott Wunder vollbracht.
Zudem sind Hände auch recht unterschiedlich und bei einem 50 Jahren alten Horn kann eine Mechanik nicht mehr so gut laufen wie am ersten Tag.
Meiner Meinung nach, baut Yanagisawa zZ die besten Mechaniken.
Was die Intonation angeht. Durch Klappenaufgänge kann man sehr viel beeinflussen und ich kenne genug Mk6 mit Intonationsschwächen.
Zudem sollte man die Taiwanesen nicht über den Kamm scheren und allgemein als Schrott bezeichnen (schaut mal in meinen Cannonball- und Sequoiatest rein). Ich kenne von Selmer und anderen Europäern ganz andere Schlampereien.
Heißkleber hat seine Vorteile gegenüber der meiner Ansicht nach veralteten Schellackvariante.
Das mit dem Einheitsbrei ist leider so eine Sache, da so viele Firmen da gerade aus dem Boden sprießen und die alle recht ähnliche Instrumente basteln, ist es leider nicht mehr sehr einfach zu differnezieren, dennoch ist es erschreckend, wie gut viele von denen klingen.
Was den Spruch mit dem “billig kaufen” angeht, da kann ich bei den 300EuroChinainstrumenten zustimmen, aber was die guten Taiwanesen angeht, stimmt das nicht mehr.
Hallo Thobiashaecker,
doch, ich habe mich nicht falsch ausgedrückt.
Ich kenne keine Mechanik von Selmer, Yanagisawa, Keilwerth die nach 10 Jahren intensiven spielen so ausgeleiert + runtergespielt ist wie eine von Jupiter oder Expression….und das ist aus Taiwan und schon eine echt feste Größe.
Da ich mit einem Fachmann zusammen arbeite, habe ich schon vieles gesehen und wenn selbst das Taiwan Urzeitgestein Jupiter solche Fehlerquellen + Langzeit Qualität an den Tag legt, dann möchte ich nicht wissen wie das bei All Best Music (so heisst der Vertrieb wo alle anderen P.Mauriat, Sytem 54, Bellmonte herkommen)ist.
Zum Thema Shellack (Siegellack) vs. Heißkleber………..da spiel am besten mal im Sommer ein Saxophon im Freien und selbst bei nur mittelmäßigen Temperaturen + Sonneneinstrahlung können Polster bei Heißkleber anfangen im Klappendeckel zu verrutschen.
Das kann bei Shellack nicht passieren, da er eine viel höhere Schmelztemperatur hat.
Heute wird Heißkleber nur verwendet, weil es billiger, aber keinesfalls besser ist.
Klar haben die Taiwanesen keinen schlechten Klang und die neuen selbst betrachte ich auch als einigermaßen akzeptabel, aber günstiger als ein z.B neuwertiges Yanagisawa sind sie nicht mehr.
Generell muss mann sagen, das die Chinesen heute da sind wo vor 10 Jahren die Taiwanesen waren und in Zukunft werden wohl die Preise und Löhne wegen des Wohlstandes auf europäisches Niveau angehoben sein, wobei dann die heutige Einheits Taiwan Qualität nicht mehr ausreichen wird um zu bestehen.
Grundsätzlich bin ich deshalb immer für die europäischen Top Instrumente, denn z.B Selmer hat nicht plump kopieren können, sondern musste durch Innovationen den Rang hart erkämpfen.
Deshalb sagen ich generell pfui zu Taiwan oder China, denn kopieren kann ich auch ohne Anstrengung und ein anderer leistet die Pionierarbeit.
Simon Guth schrieb:
“Ich kenne keine Mechanik von Selmer, Yanagisawa, Keilwerth die nach 10 Jahren intensiven spielen so ausgeleiert + runtergespielt ist wie eine von Jupiter oder Expression….”
Das ist aber keine Frage der Marke, sondern des Materials und der Verarbeitung.
Der zitierte Satz wurde 2009 geschrieben, also waren die entsprechenden EXPRESSION-Saxe jüngstens vom Baujahr 1999. Da gab es aber von EXPRESSION nur die aller einfachsten Baureihen mit günstigem Material.
Heute hat der Hersteller nicht nur wesentlich mehr Erfahrung, sondern es gibt auch die Profi-Hörner mit extrem stabiler Neusilber-Mechanik. Bis sich da etwas ausleiert und runtergespielt wird, muss man sich schon sehr hart anstrengen!
Meine Meinung zu den Marken:
Legenden in allen Ehren, doch für mich zählt vor allem, ob eine Firma die Meinung ihrer Kunden ernst nimmt und daran interessiert ist, die Produkte ständig zu verbessern.
Man sollte sich nicht auf Lorbeeren ausruhen – auch nicht auf Vorurteilen, die möglicherweise in vergangenen Jahrzehnten mal berechtigt waren.
An die Qualität von Yamaha und Yanagisawa kommt keiner ran. Bei Selmer würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Da habe ich bei den aktuellen Hörnern ganz andere Erfahrungen gemacht.
Man sollte jedoch beachten, dass der Taiwanmarkt sich in den letzten 5 Jahren drastisch geändert hat. Gerade durch Cannonball und dem danach aufblühenden P.Mauriat. Diese gibt es noch keine 10 Jahre, da muß man erstmal abwarten. Auch hat sich gerade bei Expression extrem viel geändert. System54 gibt es jetzt gerade mal 2 Jahre.
Cannonball benutzt spezielles Messing für seine Mechanik und bisher gibt es noch keine Anzeichen, dass das Material nachgibt. Bei P.Mauriat habe ich nicht ganz so viel vertrauen. Auch System54 hatte ich schon in den Händen…
Aber mein Sequoia ist absolut Top was die Mechanik angeht.
Was die Heißkleber angeht, da gibt es verschiedene Arten mit verschiedenen Schmelzpunkten, man sollte nur den Richtigen aussuchen und man hat im Endeffekt die sauberere Lösung.
Die Chinesen werden in 10 Jahren nicht auf dem jetzigen Stand der Taiwanesen kommen, da für diese der Profit mit Billigwaren noch ganz vorne steht während man in Taiwan jetzt bewusst auf Qualität wert liegt und sich inzwischen KnowHow angesammelt hat.
Der Kern meiner Aussage, ich habe hier ein paar Toptaiwanesen in extremer Nutzung und bisher machen die sich sehr gut (und besser als mein Selmer). Ich kann nur nochmal raten, meine Testberichte zu lesen.
Und mal ganz ehrlich, was gab es denn für Inovationen in den letzten 30 Jahren bei den alteingesessenen Marken. Die “großen” Innovationen der letzten Zeit stammen fast alle von Cannonball, die zum großen Teil in Taiwan fertigen lassen.
die einheitsloberei der überteuerten mark6 saxophone ist nicht begründet. wie überall auch gibt es da einige gute, längst nicht alle sind angenehm spielbar.
alt geht durchaus : oder will irgenwer ernstlich behaupten , die raschér ´s hätten ihre alten büscher nicht unter kontrolle ?
eine vielzahl von modernen instrumenten erweist sich als sehr gut spielbar , verschiedene modelle schmeicheln den verschiedenen händen.
instrumente aus einem anderen grund als künstlerischen eigenen vorlieben zu benutzen ( “wertanlage” )ist aus sicht der professionellen musiker eine beleidigung und widerlich. diese art der gier stürzt die welt grade ins chaos.
Hallo! Sehr interessanter Beitrag. Ich selbst habe schon viele Mark VI angespielt und nicht alle wurden ihrem Ruf auf Anhieb gerecht. Die Auswahl eines Instrumentes sollte allein dem inneren Ohr überlassen bleiben (falls man so was hat:)).
Wenn ich ein Sax. anspiele und es dem nicht nahe kommt lege ich es weg. Ein Chinasax kam mir nie nah genug, obwohl da für Schüler mit nicht so viel Geld brauchbares drunter ist. Ich kaufe ein Sax. auch nicht nach einer Nummer. Ich habe mir vor drei Jahren ein SBA gekauft, weil es genau so raus kam wie ich es wollte – nur das Zählt. Mein Tenor ist ein Silver Twenty, welches ich nie verkaufen würde, weil wunderbar. Ein Mark VI habe ich aber auch noch. Fast alle Mark VI singen so schön, kein Yamaha hat es je so weit gebracht. Es ist doch wunderbar, wenn man jeden Tag in so eins reinbläst und man wird nicht enttäuscht.
Gruss Milo
Selmer Mark: Häufig eine Imagefrage. Klang kommt bei denen vor objetiver Qualität (Dauerhaftigkeit, Intonation, etc.). Allerdings kommt man damit auf den Kern: Der Sound ist meistens schon sehr typisch!
Ganz netter Artikel. Ich denke, es ist mit den Mark Vi Hörnern so, ie auch mit vielen anderen Dingen im Leben. Die Leute die eins haben sind gefühlt auf der richtigen Seite und müssen sich nicht rechtfertigen warum sie eines sppielen. Kommt etwas anderes zum Einsatz wird damit eine Außenseiterrolle eingenommen und das verkraftet nur, wer stark ist. Nur wer seinen eigenen Weg geht kann nicht überholt werden. Na, aber es gibt wirklich gute Mark VI Teile, aber auch welche die wirklich schlecht sind, wie bei anderen Typen auch. Ich spielte 10 Jahre ein Five Digit-Horn, dachte es wäre super. Schlecht war es auch wirklich nicht, aber jetzt kommt die Stelle wo viele lachen werden, habe es für eine sandgestrahltes Medusa verkauft. Der einzige der es zu Beginn verstanden hat war mein Sax-Dok, welcher auch Musik macht. Lustig ist, dass mittlerweile viele meiner Mitspieler finden das ich besser klinge. Letztendlich ist es aber auch egal, ich fühle mich besser, das Horn setzt bei mir mehr Spiellust frei, was soll da falsch sein? Ah, ja der Wert. Wenn die New Yorker Freaks demnächst alle SBA spilen, oder tun sie es schon, dann fällt der MK VI Preis auch demnächst. Aber besser als ins Aktien zu investieren ist es schon. Aber momentmal, machen wir Musik oder Finanzberatung?
Hallo,
ich studiere an einer Musikhochschule (wo mag ich nicht sagen) seit diesem Oktober Jazzsaxophon. Mein Dozent hat mich auf mein horn angesprochen (ich spiele seit 11 jahren ein Yanagisawa 991 alto) und die Diskussion lief auch gleich in Richtung “Mark 6″.. die intonation auf meinem Horn sei sehr schlecht, aber “es war ja auch ein günstiges Horn, deswegen könne man da nicht zu viel erwarten”.. da dacht ich mir zunächst auch einmal meinen Teil..
Ich bin sehr froh, dass ich diesen Bericht gefunden habe und sage herzlichen Dank. (ich hatte mir bisher schon immer mein Bild zu diesem Thema gemacht, aber das hat mich nocheinmal – sehr sachlich – in meiner meinung bestätigt)
herzlichen Dank!!!
Gern geschehen,
wer etwas gegen ein Yanagisawa der 99x Serie sagt hat definitiv keine Ahnung über das Angebot auf dem Saxmarkt. Denn gerade aus technischer Sicht, sind die Yanas das beste was man auf dem Markt kaufen kann. Sollte deines nicht in sich stimmen, muß es wahrscheinlich nur ein wenig gerichtet werden. Das Yana meines Lehrers wurde 10 Jahre intensivst gespielt war nie beim Saxdoc und deckte immer noch perfekt. Das ist unerreichte Qualität.
Für viele Saxophonisten ist es halt bequem, sich ein Mk6 zu kaufen und dann an den Mythos zu glauben. So muß man sich halt nicht mehr Gedanken um das richtige Equipment machen. Dass Mk6 ist kein Schrott und wer fleißig übt, der wird gut, egal welches Instrument er spielt.
Und wenn sich jemand lange auf einem guten Instrument eingespielt hat, ist das eine Menge wert. Vielleicht findet man dann für einen selber kein besseres mehr, heißt aber nicht, dass man selber das beste Sax der Welt hat. Wer das Mk6 dennoch dafür hält trotz der Vielzahl und deren Inhomogenität, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Denjenigen sollte man dann zum Thema Saxwahl nicht weiter fragen, das heißt aber nicht, dass er zum spielen selber nicht noch eine Menge zu sagen hat.
Und mal ganz ehrlich, selten ist es so, dass die großen Saxspieler auch Equipmentgeeks sind.
habe im letzten semester einen neuen studenten getroffen, der auf einem sehr guten yamaha tenor mit normalmundstück von der stange einen echt fetten sound hat – sehr erfrischend, es geht auch anders als m6, ist billiger ( spart euch das geld für die neue kopfprämie ) und intoniert richtig.
warum sollte man es verbieten, wenns gut klingt ?
“Ich gebe meinen Schülern & Interessenten von Saxophonen einen guten Geheimtip: Kauft ein Selmer SA 80, denn das klingt gut, ist billig und kein Taiwan Schrott.
Am besten das, was am meisten Beulen & Abnutzungspuren hat, denn wer auf Optik Wert legt, der soll sich lieber den Taiwan Einheits Mist holen.”
Wait… meinst du das ernst??
Das ein Selmer SA 80 mehr Substanz hat als die meisten Taiwanesen, das stimmt, aber die Forumlierung finde ich zu sehr pauschalisierend und so nicht mehr der Zeit entsprechend. Aber jeder hat halt seine Meinung und ich kenne noch ganz andere Ausagen zu Saxophonen, teilweise von diversen Hochschuldozenten.
Ich spiele ein silbernes Selmer Mark 6 (Baujahr 1964) Tenorsax. Mein erstes Tenor war ein gutes Yanagisawa, danach hatte ich ein sehr gutes Selmer SA 80. Da ich silberne Saxofone schöner finde als goldene, hatte ich das o.g. Selmer gekauft. Es war deutlich leiser als das SA 80 und ich hatte ständig zwischen den beiden Instrumenten gewechselt. Irgendwann war ich dies leid und hatte aus kaufmännischen Gesichtspunkten das SA 80 verkauft.
Ein Jahr später schimpfte mein damaliger Big-Band-Leader auch beim “leisen” MK 6, dass ich zu laut sei. Nun wusste ich, dass ich mich an das MK 6 angepasst hatte.
Heute weiß ich, die Zeit des Suchens des Idealsax sollte man lieber in seinen Ton (Üben!) investieren. 95 % des Sounds entstehen letztendlich im Kopf.
Ich spiele heute die Instrumente, wo ich mich heute wohlfühle: gebogenes Sopran = Yanagisawa, Alt = älteres Keilwerth, Tenor = Selmer Mark 6, Bariton = altes Weltklang, Klarinetten = Buffet.
Ansonsten möchte ich zum guten Artikel gratulieren!
Gruß
Michael
PS: Man sollte die zukünftige Qualität der asiatischen Instrumente nicht unterschätzen. Sie werden immer besser, wenn man nicht die billigsten kaufen will.
Noch etwas:
Ein Nachtrag:
Ich hatte damals bei Peter Neff mit einer Musikerfreundin 8 SA 80 II nagelneue mit fortlaufender Seriennummer getestet und nur eins, was ich damals auch gekauft hatte, war “aussergewöhnlich” gut.
Warum sollte dies bei MK 6 Saxofonen anders sein?
Solch eine Qualitätsstreuung habe ich bei Yamaha und Yanagisawa nicht erlebt.
Ich habe auch MK 6 von internationalen Profis anspielen dürfen und fand sie teilweise eher schlecht. Dennoch spielten sie selber darauf gnadenlos gut…
Nachdem, was ich jetzt hier alles gelesen habe, bin ich froh, dass ich ’98 ein gerade 1 Jahr altes SA 80II von meinem Freund und Saxophonlehrer gekauft habe. Er hat es beim Neukauf für sich auch unter vielen SA 80II herausgesucht. Im Nachhinein für mich unbezahlbar und ich brauche mir keinem Kopf mehr über ein neues Horn zu machen. Es ist , wie es ist für mich perfekt.
Das MVI ist ein Mythos wie zB die Leica M3(Kamera) und entweder man liebt es oder nicht. In Qualität oder Alltagstauglichkeit gibt es auf jedem mythenbehaftetem Markt mittlerweile gleichwertige oder bessere Produkte. Was man nun spielen möchte, muss man letztendlich für sich selbst entscheiden.
Als ich von meinem Einsteigersax (Keilwerth) aufs SA 80II umgestiegen bin, fragte ich mich auch öfter, ob die Entscheidung richtig war. Als mein Saxophonlehrer darauf loslegte wusste ich, Ok, das Horn kann es, nun bin ich die “Schwachstelle”.
Gruß
Christoph
hi tobias,
hatte schon mal geschrieben, dass ich ein altes martin tenor spiele. toller sound, mechanik aber bescheiden.
war also auf der suche nach einem neuen, sax. habe dann sehr unbefangen alles ausprobiert, hatte bis dahin kein mark VI gespielt gehabt, fand die preise auch für etwas sehr übertrieben. es waren bei meinem ausgiebigen tests viele gute saxophone dabei (u.a. auch ein selmer serie III, das sehr schön klang, aber auch ein refernce 54, das mich bitter enttäuschte).
hatte dann das glück bei einem sehr guten und m.e. seriösen fachmann 4 mark VI anzutesten (alle instrumente top überholt und gut eingestellt, ausserdem keine wirkliche krücke darunter). es war für mich eine offenbarung, es liegen im sound und handling im gegnsatz zu anderen hörnern welten dazwischen. hätte ich nicht selbst sehr unbefangen diese erfahrung gemacht, würde ich es nicht glauben. jeden tag, den ich das von mir erworbene horn spiele ist ein guter tag! da hat sich jeder euro gelohnt……….
Vielen Dank, Tobias Haecker, für die unprätentiöse Positionsbestimmung. Eine große Hllfe für einen entspannteren Zugang zur Materie.
Vielen Dank für eine andere Sichtweise zum Thema “Mark VI”.
Nach meinem Empfinden entscheidet der Spieler mehr als 80% über den Sound des Saxophons, daher finde ich diese Vergötterung zum Teil unpassend. Selber schon am eigenen Leibe erfahren, das ein Sax der selben Sorte sehr unterschiedlich sein kann.
Da bleibe ich liebend gern bei meinem Oscar Adler Bj.39
Erstens realtiv selten und zweitens klingt es – wie ich – und nicht wie jemand anderes!
I bought a New MK6 alto (with low A) in 1963 – I’ve been playing it ever since. If there is a saxophone that plays better – for me – I’ve not come across it yet. I’ve worked with hundreds of sax players and I don’t think the type of saxophone dictates the sound its a combination of lots of things – or did Rollins sound like Coltrane?
Man bringt aus jedem Horn eigentlich immer den Sound,Klang und Ton raus den man beherscht und ansatzmässig schaft.Erfahrung aus 50 Jahren blasen.Das Genie liegt wo anders.Auch das Naturtalent zum Ansatz und feeling.Es gibt Instrumente die besser klingen und welche die gar nicht klingen.Auch bei Mark VI.In diesem Sinne-üben,üben,üben.Peter
Ich kenne den Hype um die MK6 Reihe, aber ich vielleicht gerade deshalb möchte ich ein anderes Horn haben. Ich kaufe mir ja auch kein Guardala (mag sein das es gutes Mundstück ist) um wie M.Brecker zu sein. Ende der Logik wäre = ich kaufe mir einen Audi Quattro und bin dann wie W.Röhrl.
Was ich damit sagen will, es ist die Kombination Spieler – Sax, die es ausmacht. Und 80% davon gehen an den Part Spieler. Sicher muss ein Sax korrekt intonieren und sicherlich sollte die Mechanik gut, schnell und alt werden können. Abes es muß kein MK6 sein, es kann aber es muss nicht.
Daher halte ich mein Tenor Oscar Adler Bj.1939 Immer hoch und erfreue mich daran.
Insofern gehe ich konform mit der Aussage eines Vorgängers, lieber mehr Zeit ans Üben zu verwenden, als soviel Geld für ein MK6 auszugeben. Den der Preis für ein MK6 ist übertrieben – ohne Frage.
Ich bin der Meinung, dass man nicht sagen kann “Das Saxophon ist das beste”, weil jeder Saxophonist ist anders. Jeder muss selbst wissen, wie er klingen will und muss ein dazu passendes Instrument finden. Es gibt kein “mastersaxophon” meiner Meinung nach. Man muss verschiedene ausprobieren und entscheiden, welches am besten zu einem passt.
Wenn das Mark 6 doch so gut ist oder war,warum wurde es dann bis heute so nicht so weiter gebaut? Kann das ganze Puristengelaber und Vintagehype nicht mehr hören.Jeder Musiker egal welches Instrument klingt immer nur so gut wie er sein Instrument spielt Habe jahrelang in einem bekannten Kölner Musikhaus nebenbei gejobbt und konnte viele verschiedene Hörner anspielen . Dabei musste ich dann feststellen das mir mein mittlerweile auch schon 28 jahre altes Selmer SA 1 Tenor am besten gefällt da es in vielen Musikstilen gut einsetzbar ist. Was man von einem Mark 6 nicht behaupten kann . Ich denke da besonders an Rockmusik mit lauten E- Gitarren.Allerdings habe ich des öfteren feststellen müssen das es bei Selmer über all die Jahre generell sehr oft qualitative Schwankungen gab.
(Nicht nur bei den Vintages M6 M7 SBA).In puncto Fertigungsqualität und Präzision ist Yanigisawa und Yamaha mittlerweile eindeutig das Maß allerdinge.Das haben mir auch in den letzten Jahren mehrere Holzblasinstrumentenbauer bestätigt die in diesem Haus beschäftigt waren.Leider haben diese beiden aber nicht das Markenprestige, wie z.b.Selmer oder Keilwerth.
Nun, das Mk VI wurde sehr lange gebaut man wollte sich auch weiter entwickeln, passend zu neuem Klangideal in Klassik als auch im Pop, Rock, Jazz Bereich. Wenn man ein MK 7 anspielt, hört man das auch. Heller und moderner und ausgeglichener sowie obertonreicher. Allerdings (wie ich schon schrieb) war es nicht wirklich besser (eher anders) und die ganzen Jazzleute hatten halt schon ihr Mk6. Deshalb viel das Mk7 durch.
Was die Fertigungsquaulität von Selmer angeht, die ist halt französisch, das ist nix neues.
Aber was keilwerth angeht, da scheinste auch nicht mehr auf dem aktuellen Stand zu sein, die sind insolvent gegangen, wurden von Buffet geschluckt und Saxtechnisch hat sich bei denen in den letzten Jahren auch nicht viel getan.
Dass die Japaner gute Instrumente mit 1A verabreitungsqualität herstellen ist auch kein Wunder. Nur klingen die Instrumente nicht sehr besonders (bzw. sprechen unsere Ohren vielleicht nicht so an, wie die, der Japaner).
Die Yanas haben zwar ne tolle Klangqualität, jedoch eher konservativ und klassisch.
Die neuen Taiwanesen haben trotz schlechterer Verarbeitungsqualität im Schnitt deutlich mehr Wumms.
Davon abgesehen, gibt es nicht besseres, als von einem selber jahrelang eingespieltes Instrument!