Die Alternative zum Binden, die Silverstein Ligature

Silverstein LigatureHach, inzwischen macht das Saxophonbloggen oft richtig Spaß, vor allem dann, wenn man ständig die neusten Gadgets testen darf und der regelmäßige Leser kennt meinen Blattschraubenfimmel ja schon.
Heute kann ich sogar wieder ein Highlight präsentieren: the Silverstein Ligature!
In der englischsprachigen Saxophongemeinde gab es deswegen schon einen kleinen „Fuzz“, diverse hochrangige Saxophonisten (u.a. Liebmann und Bergonzi) berichteten extrem gutes und da wäre natürlich auch der extrem stolze Preis von 140$….

Natürlich wurde ich da neugierig, schrieb die Firma an und die waren so Freundlich mir ein Exemplar für einen Test zu überlassen. Ein paar Tage später hatte ich dann auch ein kleines Packet in der Post. Sehr überrascht und erfreut war ich, als ich gesehen habe, dass die sehr schicke Tinbox sogar mit meinem Namen personalisiert wurde.

Was der Idee der Silverstein zu Grunde liegt, ist für Klarinettisten schnell ersichtlich. Viele – vor allem die deutschen Klarinettisten – binden noch ganz traditionell ihre Blätter mit einen Bindfaden an ihr Mundstück, obwohl es doch eine Menge guter Blattschrauben und gibt und das Binden doch schon etwas umständlich ist. Daher ist anzunehmen, dass neben rein traditionellen Gründen wohl auch noch musikalische mitspielen.

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Länger frische Saxophonblätter mit dem ReedJuvinate

reedjuvinate-003Eigentlich brauche ich dieses Produkt persönlich ja gar nicht, da ich ja treuer Forestone-Benutzer bin und somit mit Holzblättern nicht mehr viel zu tun habe. Für die „paar unbelehrbaren“ 😉 habe ich jetzt allerdings etwas neues gefunden und um mein Resümee mal vorweg zu nehmen: UNBEDINGT KAUFEN!

Aber vielleicht mal von vorne: Die Mühen um ein gutes Holzblatt sind ein ewiger Kampf. Die Gestaltet sich schon schwer und hat man erst mal seine Marke gefunden sind in der 10er Schachtel oft nur ein paar wirklich gute drin. Und so entwickelten Saxophonisten die verschiedensten Methoden, Tricks und Kniffe ihre guten Blätter möglichst lange am Leben zu halten.
Und aus dieser Ecke habe ich schon viel kurioses gehört. Beliebt ist ja das „Einlegen“. Ich habe sogar von einem Fall gehört, der seine Blätter in Bier lagerte….

Die Grundidee, die Blätter feucht zu halten, ist ja nicht dumm. Das ständige Nass und Austrocknen tut keinem Holz gut, zudem ist ein feuchtes Blatt sofort spielbereit. Daher schwören einige Saxophonisten und Klarinettisten darauf, ihre Blätter nass zu lagern. Die Rezepturen dafür sind recht unterschiedlich; oft ist es nur Wasser, aber gerne werden auch diverse Alkoholika verwendet (Whisky für Jazz, Rum für Latin usw.)
Neben dem kaschiertem Alkoholismus vieler Musiker sehe ich da allerdings zwei Probleme.
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Black is beautiful – das neuste von Forestone

Forestone Limited Black EditionAuch bei Forestone hat sich in Sachen Blattentwicklung einiges in diesem Jahr getan.
Wer auf der letzten Musikmesse am Forestonestand war, hat vielleicht unsere Limited Black Edition bemerkt. Die wurde nur für die Messe in einer limitierten Auflage (nur 50 nummerierte Blätter pro Stärke (Medium, Mediumhard und Hard) für Alt und Tenor). Tatsächlich bin ich auf diese Blätter selber etwas stolz, da ich an deren Entwicklung mit beteiligt war. Im Prinzip basiert die limited Black Edition auf den Forestone Unfiled Blättern, allerdings haben wir die Materialmischung verändert indem wir Carbon hinzugefügt habe. Das Blatt wurde zudem noch nach einer speziellen Methode per Hand nach bearbeitet. Zuletzt kommt die Limited Black Edition in einer stylischen Tinbox daher.

Sie kam auf der Messe besonders bei professionellen Jazzspielern sehr gut an. Im Vergleich zu den normalen Unfiled Blättern haben die eine deutlich härtere Ansprache, Weiterlesen

Im Geheimlabor von Harry Hartmann

K1024_Prototypes FiberreedIm Zuge unserer kleinen Forestone Europatour haben wir einen Freund und „Konkurrenten“ im Süden Deutschlands besucht. Harry Hartmann von Fiberreed hat uns eingeladen, mal in seiner Werkstatt vorbei zu schauen. Ein paar Tage zuvor hatten gab es eine Rundmail, dass gerade Hanfblätter in der Entwicklung seinen. Tatsächlich hatten wir dann die Chance erste Prototypen anzutesten.

Aber erstmal gab es eine Führung durch die Werkstatt. Die meisten Maschinen sind Spezialanfertigungen und schon spannend, wie die Computergesteuerte CNC-Fräse Blätter Schnitte aus der Datenbank produziert, die zuvor mühevoll eingegeben und eingescannt werden müssen.

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Natürliche Eleganz – die neue Abelet Holzblattschraube

Alto sax abelet XN ligatureMein Faible für Blattschrauben dürfte kein Geheimnis mehr sein. Dementsprechend erfreut hat mich dann vor einiger Zeit eine Email aus Straßburg. Und zwar hat mir Benoit Tissier geschrieben und gefragt, ob ich nicht seine neue Blattschraube mal ausprobieren wollte. Nach einem kurzen Blick auf die Homepage war ich sofort angefixt. Ein paar Tage später hatte ich dann auch 4 Blattschrauben zum testen da. Je zwei für Tenor und Alto, jeweils in M und L in Nussbaum und Bubinga.

Ja, ganz genau, es handelt sich um Holzblattschrauben. Weiterlesen

das VersiTone Acoustimax von Ted Klum

K1024_Acoustimax_B_on WhiteAuf der Musikmesse bin ich an ein Mundstück gekommen, das mich momentan gerade sehr begeistert. Dabei war es reiner Zufall, dass ich da dran kam, denn Ted Klum war gar nicht mit einem Stand dort vertreten, sondern nur als Besucher dort. Aber ein paar Mundstücke zum testen und vorzeigen hatte er doch in seiner Tasche, wovon ich jetzt eines hier zum testen habe.

Ted Klum ist als Mundstückhersteller hierzulande noch nicht sehr bekannt, allerdings in den USA seit einiger Zeit sehr erfolgreich. Er ist selber ein fantastischer Spieler (wovon ich mich live überzeugen konnte) und bearbeitet seit über 25 Jahren Saxophonmundstücke. 2006 gründete er dann seine eigene Firma und brauchte eine eigene Serie von Mundstücke raus, die bei vielen Saxophonisten (Jazz- und Studiomusiker als auch angesehene Klassiker) großen Zuspruch gefunden haben. Unter den diversen namhaften Endorsern ist auch Jesse Davis, welcher einer meiner Lieblingsalitsten ist.

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Das Forestone Saxophon – japanische Handwerkskunst vom feinstem

Forestone Saxophon Tenor Alt (7)Ich hatte es ja bereits in den letzten Artikeln angedeutet, ich habe ein neues Saxophon. Brandneu von der Musikmesse, das Forestonesaxophon. Um genauer zu sein, ich habe sogar zwei. Ein lackiertes Tenor und ein unlackiertes Altsaxophon. Letzteres ist das erste seiner Art und ganz frisch für die Musikmesse produziert worden. Und ich habe es mir dann gleich unter den Nagel gerissen.

Die Firma Forestone ist an sich gerade mal 4 Jahre alt und eigentlich für seine Synthetikblätter mit Bambusfasern bekannt. Jetzt haben sie ihre Produktpalette erweitert und produzieren eigene Saxophone. Sehr erfreut bin ich, dass es nicht ein weiteres Standardtaiwanhorn ist, denn davon gibt es auf dem Markt schon eh zu viele.
Das Sax ist „Made in Japan“, was, wenn man die Yamaha Custom und die Yanagisawa Saxophone kennt, schon mal sehr viel versprechend klingt.
Und hier kommen wir dann zur ersten Besonderheit der Forestonesaxophone. Weiterlesen

Forestone Ligature – die neue Blattschraube aus Japan

Forestone Saxophone Ligature (1)Wieder einmal wurde mir neustes japanisches Saxophonequipment  zugespielt. Einige wissen vielleicht, dass die Firma Forestone ihre Produktpalette erweitert hat. Neben einem neuen Saxophon (welches ich demnächst sicher auch noch testen werde) hat Forestone auch eine neue Blattschraube raus gebracht. Und wer hätte es gedacht, es handelt sich mal wieder um ein eher hochpreisiges Objekt.

Optisch ist sie definitiv ein kleines Schmuckstück. Die Konstruktion ist an sich ist simpel, aber gerade weil sie so schicht und minimalistisch ist, wirkt sie so edel. Ein weiterer Vorteil des Designs ist die reduzierte Masse und kleine Auflagefläche auf dem Mundstück, was beides ein leichteres Schwingen der Ligature ermöglicht.

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B.Air Nano Liquid – Zauberwasser für das Saxophon

B.Air Nano Liquid (3)Die Firma B.Air hatte ich in anderen Testberichten schon vorgestellt. Ein japanischer Hersteller, der sich auf trickreiches und durchdachtes Equipment für Blasinstrumte spezialisiert. Heute stelle ich ein Produkt vor, dass bei vielen auf Unglauben stoßen dürfte. Ein Flüssigkeit, die den Sound verbessern soll.

Das Nano Liquid ist ein Öl in dem kleine Carbon-/Graphitteilchen schweben (der Chemiker nennt sowas Suspension), welches man an Stellen  auf dem Instrument aufträgt, wo Metall auf Metall liegt, die sich aber nicht mechanisch bewegen sollen. Z.B. trägt man es zwischen S-Bogen und S-Bogen Aufnahme, das Gewinde der S-Bogen Schrauben, zwischen Daumenhaken und Korpus oder die Stimmzüge bei Blechblasinstrumenten auf.
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Entlastung für den Hals – der neue BirdStrap von B.Air

Gleich vorweg, der BirdStrap ist meiner Ansicht nach, der beste Saxophongurt, der mir bisher untergekommen ist. Seit einem Jahr benutze ich ausschließlich nur noch diesen Gurt. Da ist es mal an der Zeit, dass ich mal einen gründlichen Bericht darüber schreibe, zumal er ja erst vor kurzem bei uns auf den Markt kam.

B.Air ist ein japanischer Hersteller für allerlei trickreiches Zubehör für Blasinstrumente. Auch der BirdStrap ist mehr als durchdacht:

-Essentiell sind die getrennten Nackenpolster. Diese entlasten die Nackenwirbel, welche oft sehr empfindlich sind. Viele Gurte haben zwar eine dicke Polsterung, was aber wenig bringt, da die Wirbel herausstehen und somit immer noch am meisten Druck abbekommen.
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Reed Geek – klein aber Oho!

Beim Reed Geek handelt es sich um ein einfaches aber umso durchdachteres Blattbearbeitungstool, dass für viele Saxophonisten und Klarinettisten ein Segen sein dürfte. Aufgrund des Tipps eines befreundeten Saxophonisten bin ich auf der Musikmesse in Ried beim Stand von Votruba darauf gestoßen.

Der Reed Geek ist im Prinzip ein Edelstahlbarren mit sehr definierten Kanten, die sich ideal zum Schaben eignen. In der Tat handhabt es sich leichter als Messer, Schleifpapier, Feile oder dieses obskure Schachtelhalm. Nach Herstellerangaben soll sich der Reed Geek auch nicht abnutzen. Für Feinheiten gibt es an einer Seite eine Halbrundung, mit der man sehr präzise auch punktuell Material abnehmen kann. Man sollte allerdings schon wissen, was man macht.
Besonders begeistert bin ich, wie einfach man die Blattunterseite damit begradigen kann, was ggf. einen riesen Effekt beim Blatt haben kann. Die meisten Blätter kommen unplan aus der Verpackung, später quellen die dann auch nicht gleichmäßig auf. So kann man einfach schnell mal nachjustieren.
Gegenüber mit dem Schmirgelpapier planfeilen, hat das auch den Vorteil, dass man so die Blattspitze nicht dünner macht.
Aber bevor ich jetzt umständlich formuliere, wie das genau funktioniert poste ich unten einfach das Instruktionsvideo.

Ich persönlich bin begeistert. Irgendwie scheint die Blattbearbeitung damit schneller und einfacher. Selbst meine vom Material deutlich härteren Forestones kann ich damit problemlos tunen.
Außerdem ist es verdammt handlich. Es kommt in einem kleinen Samtsäckchen und einer stabilen Plastikdose.
Leider ist der Reed Geek noch nicht wirklich weit verbreitet. In unseren Breitengraden, kann man den den Reed Geek nur bei Votruba, einem Österreichischen Instrumentenhandel ordern. Dort kann man ihn für 35,90 erwerben. Da  die Seite keinen Webshop hat, solltet ihr per Mail oder telefonisch bestellen.

http://www.votruba-musik.at

Auf der Homepage des Herstellers gibt es noch weitere Tipps und Hinweise für die Benutzung, mit unter von so namenhaften Spielern wie David Sanborn.

http://www.reedgeek.com/

Hmm, dieses mal, fällt der Test etwas kürzer aus, als sonst. Aber so verhält es sich ja auch mit dem Reed Geek: einfach aber genial. Eigentlich gehört das Ding in jeden Saxophonkoffer.

Ligaphone Double-Profi l- die neue Blatt Revolution?

Vor kurzem erhielt ich von Ligaphone einen Newsletter in dem sie ihr neues Blatt ankündigten. Das Besondere ist, dass auch die Unterseite bearbeitet ist, genannt Konterprofil. Natürlich war ich sofort neugierig, habe die Firma angeschrieben und habe nun ein paar Exemplare zum Testen zugeschickt bekommen.

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