Anekdoten, Geschichtchen und sonstige Lebensweisheiten

Nun jeder kennt Geschichten, die anfangen mit “Der Freund meines Freundes ist mal…” oder “Der Schwippschwager meiner Tante 3. Grades hat mal…”. Und immer sind diese Geschichten sowas von wahr und es wird schnell auf das Grab der eigentlich noch lebenden Mutter geschworen. Was ich allerdings hier gesammelt habe ist wirklich mir passiert und ist so wahrheitsgemäß aufgeschrieben, soweit ich mich daran noch richtig erinnere (Übertreibungen sind allerdings stilistische Mittel des Autors und damit auch legitim). Noch steht hier nicht viel, da ich älteres schon vergessen habe (deshalb habe ich jetzt angefangen das aufzuschreiben), aber es wird stetig mal wieder etwas neues dazukommen.

.

Baroker KossiNeulich gegen Ende einer Session wollte unbedingt  Zwei (schon etwas angetrunkene) noch mitjamen. Als sie auf die Bühne kommen, fragen wir sie, was sie spielen wollen und erhalten als Antwort “A oder E”.
Der eine nahm sich den Bass der andere setzte sich ans Schlagzeug. Schnell (nach 4min bzw. für uns nach einer gefühlten Stunde) merkten diese, dass sie die Instrumente gar nicht spielen können, weshalb sie einfach tauschten. Der “Schlagzeuger” nahm den Bass, griff und schlug die Seiten wie bei einer Gitarre an. Aus irgendwelchen Gründen fanden sie das besser und meinten, dass ihre” Musik” irgendwie “80er Underground” sei. Da wir anscheinend nicht so aufgeschlossen waren und die Musik nicht verstanden hat sich unser Bassist, der mir aus noch unklaren Gründen an diesem Abend ein barokes Kostüm mit Perücke und Dreispitz trug,  sein Instrument aus der Hand des 80erUndergroundbassisten wieder genommen, diesen leise gedreht und ich gesellte mich dazu und wir improvisierten im Piano über C7 um nun auch den Schlagzeuger zurück ins 21. Jahrhundert zu holen. Der gab dann irgendwann auch auf und gab uns noch folgende Weisheit mit in die Nacht. “Wenn die anderen Instrumente leise sind, dann ist das Schlagzeug zu laut.”
(2009)

.

Als ich zum 600 jährigen Jubiläum der Universität Leipzig mal wieder im Gewandhaus, DEM Konzertsaal Leipzigs, spielte wurde doch Tatsächlich vom dortigen Aufnahmeleiter (oder wie immer man den Mann mit dem Zeitplan und dem Mikro nennt) doch tatsächlich folgendes ausgerufen: “Das berliner Borak-Orchester soll sich fertig machen. Das Berliner Borok… Borak-Orchester ist in 10min dran”
(2009)

.

Bei einer Probe, ich such mir gerade ein Blatt aus (ihr wißt, ich spiele diese schwarz-weißen Kunststoffdinger) und will es an mein Mundstück anlegen meint der Gitarist zu mir: “Du hast da aber ein sehr großes Plektrum.”
(2009)

.

Jeder der öfters mal auf der Bühne gestanden hat, hat garantiert schon seine Erfahrungen mit Licht- und Tontechniker gemacht. Ich möchte nur nochmal darauf hinweisen, dass diese mit großer Vorsicht behandelt werden müssen. Sie verstehen keinen Sarkasmus. Und so begab es sich, bei dem letzten Bigabandkonzert als der Lichttechniker gerade am rumfummeln war, dass unser Bigbandleiter fragte, was uns denn nun an dem Abend erwarten würde. Der Techniker antwortete “Ich bin noch am ausprobieren, was wollt ihr den haben?”. Unser Leiter meinte dann scherzhaft “Hauptsache dunkel und viele Farbwechsel”. Tja, genauso hat er es dann auch gemacht und wiedermal hat sich gezeigt, dass sich die 20 Euronen für eine LED-Notenpultleuchte wirklich gelohnt haben.
(8.6.2009)

.

Jeder kennt Murphy’s Law. “Das was schief gehen kann, geht schief!” und Musiker wissen, dass dies gerne für Technisches Equipment kurz vor dem Auftritt gilt. Leider funktioniert die zweite Regel, dass “Geräte oft besser funktionieren, wenn man sie kräftig tritt”, nicht immer. Und so ging mir mein Zoom H4-Aufnahmegerät natürlich dann kaputt als ich es dringend brauchte (war nicht ganz so schlimm gewesen, da Thomann ja eine 3 Jahresgarantie bietet). Nun war ich frustriert, hatte noch Zeit zum Auftritt und hatte Langeweile weshalb ich meinen Schraubenzieher zückte und das Teil einfach komplett auseinander nahm (sogar die einzelnen Platinen). Keine Ahnung warum, aber als ich es wieder zusammen setzte (tatsächlich blieb dieses mal kein Teil über und es fehlte auch keines) ging es wieder. Das ist also Regel Nummer Drei “Manchmal hilft das bloße Zerlegen und Zusammensetzen und ein kleiner Schraubenzieher ist eine praktische Sache”
(8.6.2009)

.

Bei Sessions kann es passieren, dass sich die Musiker blind verstehen und einfach tolle Musik am Abend erklingt. Es kann passiere, muß aber nicht. Genauso kann es passieren, dass die Bühne von zwei (leicht angetrunkene) Mädels (hmm, warum sind bei der Session eigentlich alle immer mehr oder weniger leicht angetrunken) die Bühne entern. Sie wünschten sich “Ain’t no sunshine when she’s gone” und die Musiker, die eigentlich gerade Schluß machen wollten sich doch noch erweichen ließen, dieses zu spielen, alleine bedingt dadurch, dass die Musiker alle männlich und die Damen halt weiblich waren. Nun wie erahnt, wurden keine gesanglichen Höchstleistungen erbracht, so dass ich nach drei Strophen (eigentlich hat das Stück eh nur drei) ich zu einem Solo ansetzen möchte, aber die Damen singen konsequent noch drei weitere Strophen. Erst setze ich aus, dann der Gitarrist, dann der Bassist, der Drummer reduziert sich auch nur noch auf Hi-Hat. Die Mädels singen unbeirrt drei weitere Strophen, entweder ist ihnen das egal oder sie haben es nicht bemerkt (was natürlich die Frage aufwirft, ob sie überhaupt je auf die Musik gehört haben).
Was macht man in so einer Situation? Der Gitarrist und ich schauen uns an: “Billy’s Bounce, 1,2,1,2,3,4…”
Tja, der Bassist war leider zu langsam und der Schlagzeuger hat es nicht gemerkt (Geht nicht so auch ein Musikerwitz?) und den Mädels war es sowieso egal. Wir zuckten dann einfach mit den Schultern, stellten die Mikros und Anlage ab und haben unsere Instrumente eingepackt. Und wenn sie nicht gestorben sind, singen die Mädels wahrscheinlich immer noch mehr Strophen…..
(2009)

.

Bei der Aufnahmeprüfung für Musik in Bremen kam ich mit einem klassischen Gitaristen ins Gespräch, der sichtlich nervös war. Auf die Frage, was denn sein Zweitinstrument ist, sagte er “Blockflöte”.
Nachtrag: Ich habe ihn dann später wieder getroffen. Er hatte dann doch bestanden und inzwischen auch sein Zweitinstrument gewechselt. Etwas das man auch mit der Nase spielen kann, ist halt, meines Erachtens nach, doch kein richtiges Instrument (-;
(Juni 2009)

.

Bei einer Jazzsession steht der Drummer plötzlich auf weil er keine Lust mehr hat und meint zu uns: “Ich muß mal, ihr könnt ja derweil mal etwas intrumentales spielen.”
(2009)

.

Merke: “Tenorsaxophonkoffer dürfen im Kino nicht aufrecht gestellt werden sondern müssen gelegt werden, da sie ansonsten ein Sicherheitsrisiko darstellen” (20.7.2009)

.

Bei einer Probe in einer professionellen Raggaeband wurde spontan beschlossen, dass wir bei dem nächsten Gig auch Take5 spielen wollen; allerdings für mich ungewohnt im 4/4 Takt (müßte es dann nicht Take4 heißen). Auch ungewohnt war, dass ich plötzlich auch über den harmonisch etwas anspruchsvolleren B-Teil improvisieren mußte, weshalb ich danach einen kleinen Einspruch einlegte.
“Wieso? Ist im Original doch auch so”, worauf ich meinte: “Nee, bei Brubeck  bleibts nur auf den zwei Akkoreden; modaler Jazz halt.”
“Wir meinen das Raggae-Original von den Skatalites.”
(26.8.2009)

.

Auf den Classic Open 2009 in Leipzig spielten bevor ich mit der UniBigBand dort auftratt noch ein studentisches Blasorchester, dass allerdings vom Repertoir eher eine Mainstreambigband sein möchte. Der Dirigent studiert schon seid ein paar Jahren an der hiesigen HMT klassisches Dirigat. Bei ihrem letzten Stück “Rock around the Clock” dreht er sich um und um das Publikum zu animieren beginnt er zum Takt zu klatschen und zwar auf eins und drei.  Bei der Zugabe “Everybody needs Somebody” das gleiche. Ich habe mir vorgenommen, wenn ich jemals auf einem seiner klassischen Konzerte bin, dass ich klatschen werde, bevor der Taktstock unten ist.
(2009)

.

Es kommt ja manchmal vor, dass man fast sein Instrument vergißt (schlimm, wenn man es tatsächlich vergißt). Mir ist folgendes passiert, als ich beim Musikkorps vorspielen wollte. Ich komme mit der Bahn in Lüneburg an, war schon aus dem Bahnhof raus, da bemerke ich, dass meine rechte Hand frei ist. Mist, ich habe das Saxophon im Zug liegen gelassen. Ich stürme zurück, der Zug ist noch da, Gottseidank, wußte ich noch welches Abteil es war, quetsche mich durch die Leute, sehe oben in der Ablage mein Sax, greife es mir, will wieder raus und drücke den Knopf der Tür. Die Tür geht nicht mehr auf da in genau diesem Augenblick der Zug losfährt….
Sagen wir es so, der Hundertwasserbahnhof in Ülzen ist eine Reise wert. Ich rufe beim Sekretariat des Musikkorps an und sage, dass ich mich auf Grund einer Verspätung meines Zuges um ca. eine Stunde verspäten werde. Mir war die ganze Sache sehr peinlich; was würde das für einen ersten Eindruck machen.
Nun ja, ich kam dann dort an und wollte vorspielen aber anscheinend wußte keiner Bescheid, dass jemand zu einem Vorspiel kommen würde. Der Saxophonsatzleiter meinte dann “wir machen erstmal Natopause”. (Musiker sind halt Musiker, egal ob zivil oder in Uniform). Nach dem Vorspiel meinten sie etwas gelangweilt, wir haben 3. Klarinette und Bariton  frei. Tja, ich habe mich dann mit mäßiger Begeisterung für’s Bari entschieden, was dann allerdings mehr Spaß gemacht hat als zunächst gedacht. Nebenbei, was man dort so an Instrumenten gestellt bekommt ist nicht schlecht. Ich hatte 6 Selmer Saxophone auf der Stube stehen, die Hälfte davon waren “schlecht Wetterinstrumente”.
(April 2004, Lüneburg)

.

Wenn man irgendwo spielt kommt es oft vor, dass danach irgendwer zu einem kommt und einen Lobt und anfängt irgendetwas zu erzählen. Manchmal hängen die dann mehr oder weniger an der Backe und oft ist das Klientel etwas “gereift”. Manchmal ist es auch ganz niedlich, was man da zu hören bekommt. Bei einer PianoBoogieNight Session, bei der meine Freunde und ich den Altersschnitt schon deutlich drückten, trat, kurz bevor ich nochmal auf die Bühne gehen wollte, ein etwas älterer Herr und erzähle mir folgendes. “Wissen Sie, was Sie da gemacht haben, ist wirklich toll gewesen. Ich habe zu Hause eine doppel Langspielplatte aus der Carnegiehall von 1938. Heute habe ich gleiche Töne von ihnen gehört aber live”. So motiviert habe ich gleich doppelt so gerne nochmal gespielt.
(16.9.2009, Leipzig)

.

Einer meiner begeisterten Schüler hat in seiner Anfangseuphorie bei Ebay ein MetallNoNameMundstück bestellt. Die Erkenntnis im Unterricht, dass dieses Mundstück nicht wirklich gut sei und aufgrund der riesen Stufe darin total ungeeignet für den Anfang ist, hat ihn dann natürlich etwas enttäuscht aber er hat sich dann doch an meinen Rat gehalten lieber Kautschuk zu spielen.
Beim letzten Unterricht kommt er wieder mit dem Teil an und ich schaue ihn dann schon skeptisch an. Aber nanu, als er rein bläst klingt es nicht nach einem überbrutalem Stufenmundstück. Ich war etwas verwundert und dann zeigt er mir stolz was er damit gemacht hat. Ausgerechnet angeregt durch einen meiner Artikel hat er einen Dremel genommen und die Stufe im Mundstück entfernt und einen Bullet-Einlass eingefräst. Ich war total baff, da es natürlich im Mundstück sehr strange aussah, es aber funktioniert (zumindest deutlich besser als vorher).
Krass was es alles gibt; gerade mal die C-Dur-Tonleiter gelernt aber schon unter die Mundstückrefacer gegangen.
(November 2010)

Bitte entsorgt die Staubfeudel

Gestern zur Probe zeigt mir unser erster Altist stolz sein neues Spielzeug. Einer dieser merkwürdigen Staubfeudel, die man in das Saxophon stecken kann, wenn man es im Koffer lagert.
Ich schaue ihn an und sage „Schmeiß dieses Teil bloß weg“ „Wieso?“ Und so hatte ich die Idee zu einem neuen Blogeintrag.

Ja, wieso eigentlich? Besser ist die Frage, wofür ist dieser Feudel überhaupt gut. Früher hatte dieses Teil einen wirklichen Nutzen. In Früheren Zeiten waren die Lederpolster noch nicht imprägniert und der ständige Wechsel von feucht und trocken hat das Leder sehr schnell ausgedorrt wodurch die Polster auch dementsprechend schnell verschlissen war. Der Feudel hatte die Funktion, die Feuchtigkeit im Sax zu halten, damit die Poster nicht immer so schnell austrocknen und dadurch länger halten.

dsc00120

Doch in Zeiten guter Imprägniermittel sind diese Teile so überflüssig wie ein Kropf. Einige denken, man würde damit das Sax sauber machen. Dafür eignen sie sich überhaupt nicht, dafür gibt es die Durchziehwischer. Der Feudel verteil den Schmutz nur besser.

Es gibt sogar gute Gründe dieses Teil schnellstmöglich zu entsorgen. Wie gesagt, das Teil hält die Feuchtigkeit im Sax. Diese warme, feuchte, dunkle Umgebung in der die ganze Siffe hängen bleibt ist die ideal Umgebung für Keime, Bakterien und sonstigem schleimigen und lebendigem Zeugs. Und das steckt ihr immer wieder in euer Saxophon? Bäh!

Ein weiterer Grund warum diese Dinger auf den Müll gehören ist, dass sie fuseln. Diese Fuseln bleiben gerne in den Rillen der Polster kleben und können zu Undichtigkeiten führen.

Das habe ich auch so meinem Kollegen erklärt, aber er meinte dann, dass er ihn trotzdem behält, worauf ich ihn fragte: „Wieso? Weil Charlie Parker auch so ein Teil benutzt hat?“
„Ja genau, woher wußtest du das?“

Saxophonistenwitze

Ich dachte mir, dass zu einem Fachblog die Fachidiotenwitze quasi obligatorisch sind. Da Saxophonsitenwitze selten sind, lohnt sich eine Sammlung, der besten (naja, sagen wir besser der nicht ganz so schlechten).
Ich werde diesen Blog immer mal wieder ergänzen, also gelegentliches wieder reinschauen könnte sich lohnen.

Der Saxophonist muß ins Studio um etwas Filmmusik aufzunehmen. Als er ankommt, war er erfreut, dass es sich eigentlich nur um ein freies einfaches Smoothjazzsolo handelt.
Er ist recht zufrieden mit seiner Aufnahme und nachdem alles im Kasten ist fragt er wofür das eigentlich war.
Man sagt ihm, dass es sich um einen Pornofilm handelt. Der Saxophonist ist davon nicht wirklich begeistert möchte den Film aber dennoch sehen und läßt sich eine Kino geben, wo dieser Film gezeigt wird.
Am Tag der Premiere schleicht er sich etwas verstohlen ins Kino und sucht sich einen Platz in der letzten Reihe. Er muß sich dafür an einem älteren Ehepaar vorbeidrängen und allen dreien scheint die Situation recht unangenehm.
Es stellt sich raus, dass der Film recht geschmacklos ist. Bei einer sehr unappetitlichen Szene mit einem Hund beschließt er zu gehen.
Um den Saal zu verlassen muß er sich wieder bei dem älteren Ehepaar vorbei drängeln. Wie zur Rechtfertigung sagt er entschuldigend zu ihnen “Ich war nur da, um meine Musik zu hören” worauf die Frau meint, “und wir sind nur hier, um unseren Hund zu sehen.”

Ein Schiffbrüchiger strandet auf einer tropischen und von der Zivilisation abgeschnittenen Insel. Die dortigen Ureinwohner lesen den Mann auf und führen ihn in ihre Dorfgemeinschaft ein.
Das einzig merkwürdige an diesem Stamm ist, dass von irgendwo her unablässig getrommelt wird. Der Gestrandete fragt den Häuptling, was es denn mit den Trommeln auf sich hat.
“Trommeln drüfen nix aufhören!” bekommt er als Antwort.
Leider schaft er es aufgrund des Lärms nicht einzuschlafen, weshalb er am nächsten morgen wieder den Häuptling aufsucht, ob die Trommeln nicht wenigstens für eine Nacht pausieren könnten, damit er wenigstens eine Nacht sich von den Strapazen erholen könnte.
Der Hauptling sagt:
“Trommeln dürfen nix aufhören! Danach Saxsolo”

In der Probe, als der Dirigent genervt zum wiederholten mal um mehr Dynamik bittet steht der Altsaxophonist entrüstet auf “Wie mehr Dynamik, ich kann nicht noch lauter!”

Wie wechseln drei Altsaxophonisten eine Glübirne?
Einer wechselt die Glühbirne und die anderen beiden streiten sich, wie Charlie Parker es gemacht hätte.

Wie wechseln drei Tenorsaxophonisten eine Glübirne?

Einer wechselt die Glühbirne und die anderen beiden streiten sich, wie Coltrane es gemacht hätte.

Wie wechseln drei Baritonsaxophonisten eine Glübirne?

Einer wechselt die Glühbirne und die anderen beiden sind still.

Drei Altsaxophonisten streiten sich, wer denn der beste Saxophonist von ihnen ist.
Der Erste: “Mir hat die Presse bescheinigt, dass ich der Beste bin.”
Der Zweite: “Na und? Zu mir kam Gott persönlich und hat gesagt, dass ich der beste bin.”
Darauf der Dritte: “Was soll ich gesagt haben?”

Was denkt Kenny G wenn er einen Fahrstuhl betritt?
“Man, this tune rocks”

Du bist mit Saddam Hussein, Adolf Hitler und Kenny G in einen Raum eingesperrt und hast eine Pistole aber nur zwei Patronen. Was machst du?
Du schießt zweimal auf Kenny G…
…nur um sicher zu gehen.

Kenny G hat tatsächlich lange den Weilrekord für die am längsten ausgehaltene Note gehabt (wenn ich mich nicht irre 45min das e”).
Viele Kritiker meinen, dass sei noch eines seiner interessanteren Solos gewesen,

Der Saxophonist wird im Rahmen eines Interviews vom Reporter gefragt, wen er denn nun eigentlich lieber hat.
Sein geliebtes Saxophon von dem er die ganze Zeit schwärmt oder seine Frau.
Der Saxophonist überlegt und meint dann: “Mein Saxophon, da kann ich wenigstens das Mundstück abmachen.”

Warum spielte der Leadsaxophonist der BigBand so viele falsche Noten.
Er meint, die Vorzeichen seien nur ein Vorschlag.

Woran erkennt man einen echten Jazzsaxophonisten?
Er fährt mit Instrumenten in einem Gesammtwert von über 10.000 Euro mit einem Auto für 1000 Euro, verbraucht dabei Benzin im Wert von 70 Euro, zu einem Gig, der 50 Euro einbringt.

Was ist ein Altsaxophonist, der hauptsächlich 64tel spielt?
Ein Balladenspzialist,

Warum ist das Sopran bei Jazzsaxophonisten so selten gespielt?
Weil es nicht genug Platz bietet um die Drogen zu verstecken.

Was ist der Unterschied zwischen einem Barisax und einer Motorsäge?
Die Abgase.

Wieviele C-Melodyspieler passen in einen Mini?
Alle.

Wann müssen Saxophonisten immer ihre Blätter wechseln?
Kurz bevor in den Noten die Stelle mit dem anspruchsvollen Saxophonpart kommt.

Wieviele Saxophonwitze gibt es?
Nur einen, der Rest sind alles wahre Geschichten.

Ein Freejazzsaxophonist hat endlich wieder eine eigene Platte gemacht. Nach einiger Zeit  trifft er Abends in einer Bar einen alten Kollegen und erzählt ihm natürlich gleich voller Stolz von seinem vollendetem Projekt und das sie sich gut verkauft.
“Natürlich weiß ich schon, dass du eine Platte rausgebracht hast. Habe sie mir auch sofort gekauft”
“Ach du warst das?”

Wie wechselt ein Saxquartett eine Glühbirne.
Der Sopranist steigt auf den Rücken des Baritonisten, weil er so am höchsten ist.
Und Alt und Tenor streiten sich, wie Parker und Coltrane es gemacht hätten, und was besser gewesen wäre.

Gott geht im Himmel spaziern, überall sind Türen.
Schaut er in die erste rein und sieht lauter Trompeter.
Meint er: “Na Jungs, was haltet hier von den Grundsätzen der
guten alten Philosophen?” Nach ein paar Stunden angeregter Diskussion geht er weiter.
Schaut
er ins nächste Zimmer. In dem sitzen die Posaunisten. Meint der liebe
Gott: “Na Jungs, was haltet ihr so von Tolstoi?” Nach ..ner halben
Stunde ist er wieder weg…
Geht er ins dritte Zimmer, voll mit Saxophonisten. Er schaut sich um und meint: “Na, was spielt ihr denn für Blättchen?”

In der Fachliteratur wird immer wieder gestritten, wie man richtig Saxophon spielt, da es falsch gespielt doch sehr schrecklich klingt. Es gibt neue glaubhafte Forschungsergebnisse, nach denen Adolphe Sax das Saxophon als Percussionsinstrument gedacht hatte und sollte mit großen schweren Hämmern geschlagen werden.

Das Ehepaar Schmidt ist zu einer Party bei Richters eingeladen. Leider ist Frau Schmidt krank geworden, so dass ihr Mann alleine zur Feier gehen mußte.
Es wurde sehr feucht fröhlich gefeiert und am nächsten erzählt der Mann seiner Frau.
“Du, ich habe gar nicht gewußt, dass die Richters so reich sind. Die haben doch tatsächlich ein goldenes Pissoire.”
“So ein quatsch”
“Aber wenn ich es dir doch sage”
Frau Schmidt bleibt ungläubig und sobald es ihr besser geht besucht die Frau Richter zum Tee.
“Sag mal, mein Mann hat mir erzählt, ihr hättet ein goldenes Pissoire. Stimmt das?
Frau Richter ruft darauf zu ihrem Mann:
“Du Schatz, ich weiß jetzt, wer in dein Saxophon uriniert hat!”

Was ist ein Saxophonist, der Alt- und Tenorsax spielt?
Bisaxuell

Neulich im Annonzenteil der Zeitung:
Professionelles Saxophonquartett sucht Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon.

Ein sehr guter Saxwitz in Videoform:
http://de.youtube.com/watch?v=EWCWdTM-Ogs&NR=1

der Saxofonanfänger (Satire)

(Achtung! Dies ist beißende Satire! Figuren und Sachverhalte sind frei erfunden und jeglicher Bezug zur Realität ist rein Zufälliger Natur! (obwohl ich vieles schon so oder so ähnlich auf meiner Saxforenodysse wirklich gelesen habe) User könnten sich dennoch angegriffen fühlen und deshalb sollte dieser Text von keinem gelesen werden)

Hallo Freunde des Saxofons,

vor ein paar Tagen als ich mir eigentlich eine neue GothicmusikantenstadelCD kaufen wollte, habe ich aus Versehen eine CD mit Jass-Musik (ich glaube so nennt sich das) genommen.
Da war ein schwarzer Saxofonist drauf, ich glaube der hieß irgendwas mit “kaltem Zug” nur auf englisch.
Aber das klang ja auch gar nicht mal so schlecht, obwohl es mir so vor kam, als könnte der Saxofonist nicht wirklich sauber spielen.
Aber ich war neugierig ging noch mal in den Plattenladen und habe mir eine CD gekauft, auf der 3 glänzende Saxofone sind. Tolle Musik, klang echt schön und so rein.
Captain Cook und seine singenden Saxophone. Wow, der ist sogar Captain, kein wunder, dass der so toll klingt

Das will ich auch können, deshalb bin ich in den Musikladen gegangen und habe mir gleich ein eigenes Saxofon gekauft.
Ich bin ein Fan von Flamingos und war überwältigt, als ich ein Saxofon sah, auf dem so ein Flamingo drauf war. Keine Ahnung, was es da sucht, aber verkauft sich bestimmt super.

Ich habe mir dann auch noch ein Mundstück besorgt. So ein olles noch handgemachtes Metallmundstück. Der Verkäufer meinte, es sei ein Dave Guaradala King, jedoch klingt für mich der Name nicht wirklich königlich, eher kriminell.

Ich habe mich natürlich im Internet schlau gemacht und Verschiedenes gelesen. Unter anderem, dass man immer für einem möglichst härtesten Blätter spielen sollte. Also habe ich mir eine Packung in 4 geholt. 4,5 war schon ausverkauft und 5 erschien mir für den Anfang übertrieben, man muß sich ja noch ein wenig Raum für Steigerung lassen.
Auch habe ich aufgeschnappt, dass Blattschrauben sehr wichtig sind, also habe ich mir gleich 3 Stück besorgt. Die Saxxas in allen Farben, die sieht einfach am coolsten aus.

Also zuhause habe ich alles zusammengesteckt, und da ist mir folgendes Aufgefallen. In einer Grifftabelle ist die Rede von einer HochFisKlappe, die finde ich aber auf meinem Saxofon nicht. Muß man die extra kaufen? Finde ich merkwürdig, dass man soviel Geld zahlen muß, und dann nicht mal alles dabei ist. Was kommt als nächstes? Muß man sich auch noch einen eigenen Daumenhaken kaufen?

Ich bohr mir dann einfach das Loch später selber noch rein.

Die Blätter habe ich natürlich (so wie es im Netz stand) vorher in einer Lösung von 25% Wasser, 65% Rum und 10% Wodka über Nacht eingeweicht (Vollmond natürlich).

Ich habe natürlich die hälfte der Blätter weggeschmissen. Warum weiß ich nicht, aber überall verweisen die Leute darauf das man das machen kann.
Blatt drauf, Klemme drauf, anschnallen, Unterlippe einziehen (habe ich so gesehen auf Youtube), ansetzen und zusammenbeißen.
Da habe ich schon eine erste frage, ich habe gelesen, dass es gut ist, das Mundstück möglichst weit in den Mund zu nehmen, aber ich habe Probleme auch die Blattschraube in den Mund zu bekommen. Zu groß. Muß ich meinen Kiefer mehr dehnen, oder mir eine kleinere neue Blattschraube kaufen?

Aber ich habe auch andere Probleme. Ich stimme zu tief. Einen ganzen Ton, wenn ich g greife erklingt f.
Mein f”” klingt irgendwie zu scharf und zu dünn, das es”’ stimmt auch nicht ganz, das gis funktioniert auch nicht immer und ich komme nur zum 17. Oberton.

Zudem höre ich beim spielen immer so ein „Pochern“ in meinem Kopf. Ich bilde mir ein, dass es aus der Wohnung über und unter mir kommt. Liegt das an der Selbstwahrnehmung, brauche ich da vielleicht eine dickere Bißplatte oder reicht da normaler Gehörschutz?

Aber mein eigentliches Problem ist, dass ich nicht so schön klinge wie der Captain. Ich klinge viel mehr nach diesem „Baumwollpflücker“. Wer will schon wie ein maxiaml Pigmentierter klingen?

Was mache ich falsch? Reicht es, wenn ich mein Saxofon entlacke oder muß ich mir ein neues kaufen.
Ich habe gelesen, dass die Mark Sex mit der SerienNr. 6789x-6801x am besten seien? Wo bekomme ich die her?

Außerdem nachdem ich jetzt zwei Stunden Saxofon gespielt habe, war das auf Dauer doch anstrengend so lange zu stehen. Darf ich mich zum spielen auch hinsetzen? Brauche ich dafür einen speziellen Stuhl?

Einen Lehrer kann ich nicht fragen, da ich nicht die Gefahr laufen möchte, an einen Schlechten zu geraten, der mir noch etwas falsches beibringt oder mir Sachen sagt, die ich nicht hören will.

Oh, und hat noch jemand die Noten zu “Heimweh nach Montanna” und “Sail along silvery moon”. Natürlich für umsonst. Nachdem ich schon so viel Geld für mein Instrument gezahlt habe, sehe ich nicht ein, warum ich auch noch Geld für Noten zahlen sollte.

Ach ja, und bei Youtube habe ich noch jemanden Gesehen, den ich toll finde. Kenny Gay.
Ich will jetzt deshalb auch noch mit Sopran anfangen, das ist ja kleiner wird dann doch wohl auch leichter zu spielen sein, oder?

Viele Liebe Grüße
der Anfänger