das VersiTone Acoustimax von Ted Klum

K1024_Acoustimax_B_on WhiteAuf der Musikmesse bin ich an ein Mundstück gekommen, das mich momentan gerade sehr begeistert. Dabei war es reiner Zufall, dass ich da dran kam, denn Ted Klum war gar nicht mit einem Stand dort vertreten, sondern nur als Besucher dort. Aber ein paar Mundstücke zum testen und vorzeigen hatte er doch in seiner Tasche, wovon ich jetzt eines hier zum testen habe.

Ted Klum ist als Mundstückhersteller hierzulande noch nicht sehr bekannt, allerdings in den USA seit einiger Zeit sehr erfolgreich. Er ist selber ein fantastischer Spieler (wovon ich mich live überzeugen konnte) und bearbeitet seit über 25 Jahren Saxophonmundstücke. 2006 gründete er dann seine eigene Firma und brauchte eine eigene Serie von Mundstücke raus, die bei vielen Saxophonisten (Jazz- und Studiomusiker als auch angesehene Klassiker) großen Zuspruch gefunden haben. Unter den diversen namhaften Endorsern ist auch Jesse Davis, welcher einer meiner Lieblingsalitsten ist.

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Das Forestone Saxophon – japanische Handwerkskunst vom feinstem

Forestone Saxophon Tenor Alt (7)Ich hatte es ja bereits in den letzten Artikeln angedeutet, ich habe ein neues Saxophon. Brandneu von der Musikmesse, das Forestonesaxophon. Um genauer zu sein, ich habe sogar zwei. Ein lackiertes Tenor und ein unlackiertes Altsaxophon. Letzteres ist das erste seiner Art und ganz frisch für die Musikmesse produziert worden. Und ich habe es mir dann gleich unter den Nagel gerissen.

Die Firma Forestone ist an sich gerade mal 4 Jahre alt und eigentlich für seine Synthetikblätter mit Bambusfasern bekannt. Jetzt haben sie ihre Produktpalette erweitert und produzieren eigene Saxophone. Sehr erfreut bin ich, dass es nicht ein weiteres Standardtaiwanhorn ist, denn davon gibt es auf dem Markt schon eh zu viele.
Das Sax ist “Made in Japan”, was, wenn man die Yamaha Custom und die Yanagisawa Saxophone kennt, schon mal sehr viel versprechend klingt.
Und hier kommen wir dann zur ersten Besonderheit der Forestonesaxophone. Weiterlesen

Forestone Ligature – die neue Blattschraube aus Japan

Forestone Saxophone Ligature (1)Wieder einmal wurde mir neustes japanisches Saxophonequipment  zugespielt. Einige wissen vielleicht, dass die Firma Forestone ihre Produktpalette erweitert hat. Neben einem neuen Saxophon (welches ich demnächst sicher auch noch testen werde) hat Forestone auch eine neue Blattschraube raus gebracht. Und wer hätte es gedacht, es handelt sich mal wieder um ein eher hochpreisiges Objekt.

Optisch ist sie definitiv ein kleines Schmuckstück. Die Konstruktion ist an sich ist simpel, aber gerade weil sie so schicht und minimalistisch ist, wirkt sie so edel. Ein weiterer Vorteil des Designs ist die reduzierte Masse und kleine Auflagefläche auf dem Mundstück, was beides ein leichteres Schwingen der Ligature ermöglicht.

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B.Air Nano Liquid – Zauberwasser für das Saxophon

B.Air Nano Liquid (3)Die Firma B.Air hatte ich in anderen Testberichten schon vorgestellt. Ein japanischer Hersteller, der sich auf trickreiches und durchdachtes Equipment für Blasinstrumte spezialisiert. Heute stelle ich ein Produkt vor, dass bei vielen auf Unglauben stoßen dürfte. Ein Flüssigkeit, die den Sound verbessern soll.

Das Nano Liquid ist ein Öl in dem kleine Carbon-/Graphitteilchen schweben (der Chemiker nennt sowas Suspension), welches man an Stellen  auf dem Instrument aufträgt, wo Metall auf Metall liegt, die sich aber nicht mechanisch bewegen sollen. Z.B. trägt man es zwischen S-Bogen und S-Bogen Aufnahme, das Gewinde der S-Bogen Schrauben, zwischen Daumenhaken und Korpus oder die Stimmzüge bei Blechblasinstrumenten auf.
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Entlastung für den Hals – der neue BirdStrap von B.Air

Gleich vorweg, der BirdStrap ist meiner Ansicht nach, der beste Saxophongurt, der mir bisher untergekommen ist. Seit einem Jahr benutze ich ausschließlich nur noch diesen Gurt. Da ist es mal an der Zeit, dass ich mal einen gründlichen Bericht darüber schreibe, zumal er ja erst vor kurzem bei uns auf den Markt kam.

B.Air ist ein japanischer Hersteller für allerlei trickreiches Zubehör für Blasinstrumente. Auch der BirdStrap ist mehr als durchdacht:

-Essentiell sind die getrennten Nackenpolster. Diese entlasten die Nackenwirbel, welche oft sehr empfindlich sind. Viele Gurte haben zwar eine dicke Polsterung, was aber wenig bringt, da die Wirbel herausstehen und somit immer noch am meisten Druck abbekommen.
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Reed Geek – klein aber Oho!

Beim Reed Geek handelt es sich um ein einfaches aber umso durchdachteres Blattbearbeitungstool, dass für viele Saxophonisten und Klarinettisten ein Segen sein dürfte. Aufgrund des Tipps eines befreundeten Saxophonisten bin ich auf der Musikmesse in Ried beim Stand von Votruba darauf gestoßen.

Der Reed Geek ist im Prinzip ein Edelstahlbarren mit sehr definierten Kanten, die sich ideal zum Schaben eignen. In der Tat handhabt es sich leichter als Messer, Schleifpapier, Feile oder dieses obskure Schachtelhalm. Nach Herstellerangaben soll sich der Reed Geek auch nicht abnutzen. Für Feinheiten gibt es an einer Seite eine Halbrundung, mit der man sehr präzise auch punktuell Material abnehmen kann. Man sollte allerdings schon wissen, was man macht.
Besonders begeistert bin ich, wie einfach man die Blattunterseite damit begradigen kann, was ggf. einen riesen Effekt beim Blatt haben kann. Die meisten Blätter kommen unplan aus der Verpackung, später quellen die dann auch nicht gleichmäßig auf. So kann man einfach schnell mal nachjustieren.
Gegenüber mit dem Schmirgelpapier planfeilen, hat das auch den Vorteil, dass man so die Blattspitze nicht dünner macht.
Aber bevor ich jetzt umständlich formuliere, wie das genau funktioniert poste ich unten einfach das Instruktionsvideo.

Ich persönlich bin begeistert. Irgendwie scheint die Blattbearbeitung damit schneller und einfacher. Selbst meine vom Material deutlich härteren Forestones kann ich damit problemlos tunen.
Außerdem ist es verdammt handlich. Es kommt in einem kleinen Samtsäckchen und einer stabilen Plastikdose.
Leider ist der Reed Geek noch nicht wirklich weit verbreitet. In unseren Breitengraden, kann man den den Reed Geek nur bei Votruba, einem Österreichischen Instrumentenhandel ordern. Dort kann man ihn für 35,90 erwerben. Da  die Seite keinen Webshop hat, solltet ihr per Mail oder telefonisch bestellen.

http://www.votruba-musik.at

Auf der Homepage des Herstellers gibt es noch weitere Tipps und Hinweise für die Benutzung, mit unter von so namenhaften Spielern wie David Sanborn.

http://www.reedgeek.com/

Hmm, dieses mal, fällt der Test etwas kürzer aus, als sonst. Aber so verhält es sich ja auch mit dem Reed Geek: einfach aber genial. Eigentlich gehört das Ding in jeden Saxophonkoffer.

Ligaphone Double-Profi l- die neue Blatt Revolution?

Vor kurzem erhielt ich von Ligaphone einen Newsletter in dem sie ihr neues Blatt ankündigten. Das Besondere ist, dass auch die Unterseite bearbeitet ist, genannt Konterprofil. Natürlich war ich sofort neugierig, habe die Firma angeschrieben und habe nun ein paar Exemplare zum Testen zugeschickt bekommen.

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die neuen Thomann-Mundstücke aus Japan

Déjà-vu? Schon wieder ein Meyer-Clon aus Japan? So sieht’s aus, allerdings steht dieses mal Thomann drauf und kosten gerade mal 98 bzw. 89€? Ich habe nun zum Test je ein Saxophonmundstück für Tenor und Alt in 7 bekommen.Ob sie mit ihren deutlich teureren Gegenstücken anderer Marken mithalten können wird sich nun zeigen.

Nach der Produktbeschreibung sind sie aus Kautschuk (Hard Rubber) und in Japan “handfinished” hergestellt. Das Material fühlt sich etwas anders an als man es von klassischen Kautschukteilen her kennt. Wahrscheinlich handelt es sich im eine etwas zeitgemäßere Hardrubber-Mischungen wie man sie inzwischen bei vielen Herstellern sieht. Durch die Mattierung wirkt das Mundstück sehr wertig und edel.
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Hip Licks von Greg Fishman – das neue Must-Have für jeden ambitionierten Jazzsaxophonisten

In meinem Artikel über Swing-Phrasierung konnte man ja schon Lesen, dass ich von den Swing-Etüden von Greg Fishman sehr angetan bin. Dieses Jahr hat Greg nun etwas besonders feines raus gebracht: hip licks for saxophone
Wie der Name schon sagt, ist es eine Licksammlung, aber auch noch viel mehr. Es ist eine neue Art Übungsbuch, dass man vielfältig einsetzen kann.

Ich selber bin alles andere als ein Lick-Lerner. Ich bin auch kein Fan von lickbasierten Solos. Aber dennoch bin ich von “Hip Licks” begeistert. Und das hat etwas mit den vielfältigen, kreativen und sinnvollen Übungsmöglichkeiten zu tun, die man mit diesem Heft hat.

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Gottsu – japanische Quailität

Eigentlich habe ich ja schon einen Gottsu-Testbericht geschrieben. Allerdings ging es da nur um das Altomundtück, den Vergleich zum Aizen und Meyerlike-Mundstücke im allgemeinen. Auf der Musikmesse hatte ich die Gelegenheit mal die ganze Palette anzuspielen und verschiedene und auch gleiche Bahnöffnungen zu vergleichen. Zudem besitze ich als neuer Endorser für Gottsu nun auch einen kompletten Satz. Außerdem hat Masahiko Gotoh zur Musikmesse auch eine eigene Linie Synthetikblätter herausgebraucht, weshalb sich ein weiterer Test doch lohnt.

Wie im letzten Test schon erwähnt, handelt es sich bei dem Gottsu um handgemachte Mundstücke von Masahiko Gotoh aus Japan. Inzwischen hat sich die hohe Qualität sowie der hohe Preis inzwischen rumgesprochen. Aber nochmal von vorne.

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die neuen Forestone unfiled Blätter

Im Messebericht hatte ich es ja schon angekündigt, dass ich die neuen Forestone Blätter etwas genauer unter die Lupe nehmen wollte. Auch im Netz wurde schon einfrig darüber getrascht und getuschelt. Kein Wunder, waren die Blätter doch eine der interessantesten Neuerungen auf der diesjährigen Musikmesse.

Obwohl ich nun Forestone-Endorser bin, werde ich den Test so objektiv wie möglich verfasssen, was nicht ganz einfach wird, bin ich doch erst genau wegen dieser Blätter bei denen Endorser geworden.

Seit meinem alten Forestonetest hat sich einiges getan. Inzwischen gibt es die Blätter für alle Saxophone und für Böhm und Deutsche Klarinette. Die Stärke-Skala, bei der die Blätter alle zu hart ausfielen hat man schon vor geraumer Zeit geändert. Inzwischen sollte man sogar eher eine halbe Stärke härter nehmen, als man von seinen Holzblättern gewohnt ist.
Auch die  Probleme mit den verzogenen Blättern, die einzelne Benutzer hatten, konnte man durch Optimierung des Herstellungsprozesses beseitigen.

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neues von der Musikmesse 2012


So, endlich habe ich Zeit, über das eigentlich wesentliche zu schreiben: dem ganzen neuen Equipment und Entdeckungen von der Messe. Die aktuellen Geschehnisse auf der Messe könnt ihr in meinem Liveticker nachlesen und mein persönliches Resümee hier.
Die Berichte aus den vergangenen Jahre findet ihr dort:
Musikmesse 2011
Musikmesse 2010 

Dieses mal geh ich alphabetisch vor. Die Berichte über Forestone, B.Air und Gottsu verfasse ich jedoch in einem gesonderten Artikel, da ich dort nun reichlich Produktproben zur Hand habe und diese etwas intensiver testen kann. Der Test folgt dann die Tage.

Zu einigen Herstellen wie Borgani, Francois Louis, Aaron Drake, Brancher, Cannonball, P.Mauriat, Buffet, Keilwerth usw. kann ich leider nicht viel schreiben obwohl ich mich dort länger und gerne aufgehalten habe und viel mit denen dort geschnackt habe. Aber bei den Herstellern gab es nicht wirklich etwas neues (bzw. was ich beim letzten mal nicht antesten konnte), über das ich berichten könnte.

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